
Cold Fear
Cold Fear Preview / Vorschau
Horror auf hoher See
Vorsichtig schleiche ich als US-Küstenwächter Tom Hansen durch das totenstille, schwankende Wahlfängerschiff. Die beklemmende Atmosphäre an Bord des russischen Frachters lässt das Herz von unserem Protagonisten schneller schlagen, was sich spürbar in zunehmenden Vibrationen des Joypads äussert. Urplötzlich springt eine scheusslich entstellte Kreatur hinter der nächsten Ecke hervor und läuft wie vom Affen gebissen auf mich zu. In Sekundebruchteilen ziehe ich meine Pistole und visiere dank Laserpointer den Kopf des Kontrahenten an, um sein Gehirn (oder was noch davon übrig ist) einen Meter vor mir an die umliegenden Wände zu verteilen. Schrecksekunde erfolgreich überstanden – willkommen bei Cold Fear!
Die obige Situation schildert wohl am besten, was euch bei Ubisofts erstem Horror-Titel erwartet. Die Mischung aus schneller, blutiger Action und bekannten Survival Horror Elementen soll die Fans beider Genres gleichermassen ansprechen. Um die hektischen Feuergefechte auch entsprechend gut spielbar zu machen, entschied sich Entwickler Darkworks für zwei verschiedene, jederzeit umschaltbare Perspektiven. Während euch die aus anderen Genrevertretern gewohnte Third Person Ansicht mit verschiedenen Kamerawinkeln die Umgebung aus einer gewissen Distanz zeigt, darf der Spieler auf Knopfdruck in eine "über der Schulter“ Kameraposition schalten, um sich frei umzusehen oder Gegner aufs Korn zu nehmen. Praktischerweise könnt ihr so auch die dunklen Winkel des Schiffes mit eurer Taschenlampe ausleuchten. Nicht zuletzt deswegen erweisst sich zweitere Sicht meist als die klügere Wahl.
Die aussergewöhnliche Umgebung wurde sehr ansprechend umgesetzt. Der russische Wahlfänger schwankt bedrohlich im Sturm, wodurch die ansonsten schon bedrohliche Stimmung zusätzlich verstärkt wird. An Deck des Kahns beobachtet man peitschenden Regen und meterhohe Wellen, die rund um das Schiff optisch eindrücklich in die Höhe schiessen. Besonders im Aussenbereich solltet ihr deshalb auf eure Schritte achten, denn das ständige Schaukeln erschwert nicht nur das Zielen: Bewegt ihr euch zu schnell auf dem nassen Deck, verliert ihr schon mal den Halt und verletzt euch bei ungewollten Rutschpartien. Als ebenso gefährlich erweisen sich pendelnde Kranhacken, rutschende Frachtteile oder brennende Fässer. Lockt ihr jedoch Kontrahenten in solche potentielle Gefahrzonen, könnt ihr unter Umständen einen deutlichen Vorteil in Gefechten erlangen.
Auch im Innenbereich solltet ihr wenn immer möglich die Umgebung in den Kampf mit einbeziehen. So bringt ihr beispielsweise mit gezielten Schüssen Feuerlöscher zur Explosion, flambiert anrückendes Feindvolk dank abgeschossenen Gashähnen oder befördert Kontrahenten mit Hilfe der durchschlagskräftigen Pumpgun in einen drehenden Fleischwolf. Den Zugang zu all den verschieden Räumlichkeiten des Schiffes bekommt ihr aber erst im Laufe der Zeit mit dem Einsammeln von diversen Schlüsseln und Keycards. Die typischen Rätseleinlagen im typischen Stil eines Resident Evils bleiben aber stets auf einem eher simplen Niveau und fordern eure grauen Zellen nur minimal.
am 02.02.2005 8:48
Ersteindruck
Nach dem mehrstündigen Probespiel der schon ziemlich weit vorgeschrittenen Beta-Version kann ich nur sagen, dass sich Horrorfans Cold Fear unbedingt vormerken sollten. Nicht zuletzt der ungewöhnliche Schauplatz und die deftigen Splattereffekte garantieren trotz vieler bekannter Spielelemente für einen aussergewöhnlichen Gänsehaut-Titel.
Game Info
- Genre: Survival-Horror
- Entwickler: Darkworks
- Publisher: Ubisoft
- Spieler offline: 1



