
Medal of Honor: European Assault
Medal of Honor: European Assault Preview / Vorschau
Die Hunde wurden zurückgepfiffen…
Zuerst mit dem Untertitel "Dogs of War“ angekündigt, wurde das neuste Medal of Honor vor einiger Zeit in "European Assault“ umbenannt. Mit diesem Schritt wollen die Entwickler aber nicht nur den Schauplatz dieser Episode ausdrücklicher in den Fordergrund stellen. Der neue Namenszusatz soll gleichermassen die Rückkehr zu den alten Stärken der bekannten Egoshooter Serie ausdrücken, denn gerade der letzte Teil ("Rising Sun“) fiel gegenüber dem hervorragenden PS2-Erstling "Frontline“ deutlich ab.
Nachdem wir eine ziemlich weit vorgeschrittene Version ausführlich anspielen durften, können wir schon jetzt mit grosser Sicherheit sagen, dass Medal of Honor mit dem neusten Ableger wieder zur alten Topform zurückfinden wird. Von der ersten Mission an überzeugt der Sturm durch das alte Europa der Hitlerzeit vor allem dank packender Atmosphäre und Stimmung.
Gerade der Action-Anteil wurde im Vergleich zum direkten Vorgänger deutlich erhöht. Während die Konkurrenz aus dem Hause Ubisoft mit "Brothers in Arms“ hauptsächlich taktisches Vorgehen für ein erfolgreiches Absolvieren der Missionen fordert, ist bei European Assault eher ein schneller Finger am Abzug gefragt. Die CPU gesteuerten Kameraden übernehmen eher eine Statistenrolle und dienen kaum als spielentscheidendes Mittel gegen die gegnerische Übermacht. Trotzdem könnt ihr die eigenen Soldaten, welche mit einem Stern über ihren Köpfen markiert sind, über ein simples Kommandointerface an die gewünschte Position dirigieren. Diffizilere Befehle wie "Sperrfeuer“, "in Deckung bleiben“ und Ähnliches sind aber nicht möglich.
Trotz realitätsnahem Szenario ist European Assault also weit davon entfernt, eine wirklich realitätsnahe Simulation zu sein. Schnelle Shootouts mit den Nazischergen stehen klar im Vordergrund. Die im Feindgebiet zu erfüllenden Missionen beschränken sich meist auf einfachere Zerstörungsaufträge. Neben den Hauptzielen, die zum Abschluss eines Levels zwingend zu erreichen sind, warten auch allerlei freiwillige Sekundärziele auf besonders mutige PS2-Soldaten. Das Abschliessen dieser wird nicht nur die Bewertung am Ende jedes Levels positiv beeinflussen, sondern besonders heroisches Retten von Kameraden erhöht zusätzlich euer Adrenalin-Meter. Ist die entsprechende Anzeige prall gefüllt, könnt ihr auf Knopfdruck für begrenzte Zeit wie im Rausch und damit beinahe unverwundbar durch die Gegnerhorden laufen.
Die grafische Präsentation kann dank schönen Licht- und Feuereffekten sowie teilweise aufwendig ausgearbeiteten Szenarios den Vorgänger locker in die Tasche stecken. Wirklich auffällig gezeigt werden die Verbesserungen in der Anzahl an Charakteren, die sich gleichzeitig auf dem Bildschirm bewegen: Kam die Engine bei "Rising Sun“ schon bei einem knappen Dutzend merklich ins stottern, sind hier ohne Slowdowns bis zu über 35 Männer auf dem Schlachtfeld zählbar.
am 25.05.2005 15:27
Ersteindruck
Game Info
- Genre: Egoshooter
- Entwickler: EA Los Angeles
- Publisher: Electronic Arts
- Spieler offline: 4



