Fahrenheit

Fahrenheit Preview / Vorschau

Die Temperatur aller Adventure-Fans könnte angesichts dieses Titels steigen…

Die Fans von klassischen Adventure-Games haben es heutzutage alles andere als leicht, an neue Software zu kommen. Doch obwohl das Genre schon seit vielen Jahren ein Dasein im Schatten von deutlich actionlastigeren Spielen fristet, blieb die Faszination der Spiele bis heute erhalten. Mit Fahrenheit versucht nun Entwickler Quantic Dreams, die sich bereits mit "Omikron“ einen Namen machten, ein zeitgemässes Adventure auf die PlayStation2 zu bringen.

Zu Beginn das Spiels findet ihr euch in der Haut von Lukas Kane, einem scheinbar ganz normalen jungen Mann, auf dem Klo eines kleinen Restaurants wieder. Doch schon in den ersten Sekunden müsst ihr entdecken, dass vor euch eine blutüberströmte Leiche mitten auf dem Boden liegt und ihr ein blutiges Messer in eurer Hand haltet. Was ist bloss passiert? Ohne direkte Erinnerung an Geschehnisse der letzten Minuten macht ihr euch auf, eben zu dieser Frage die passende Antwort zu finden…

In den nun folgenden Spielstunden übernehmt ihr nicht nur die Rolle des bedauerlichen Amnesiepatienten Lukas, sondern kontrolliert auch andere Protagonisten. So konnten wir neben Lukas auch den Part der ermittelnden Polizistin Carla Valenti übernehmen. Interessant wird dieser laufende Wechsel durch den Umstand, dass eure Vorgehensweise mit dem einen Charakter direkt die Aufgabenstellungen des anderen beeinflusst. Rennt ihr beispielsweise zu Beginn des Spiels ohne die Tatwaffe zu verstecken oder eure Spuren zu verwischen mit Lukas panisch aus der Toilette, wird sich die Kellnerin deutlich an das Gesicht des scheinbaren Mörders erinnern können. Wascht ihr jedoch das Blut von eurer Kleidung, säubert den Tatort und spaziert daraufhin cool aus der Kneipe, gibt es für Polizistin Valenti weit weniger Anhaltspunkte.

Im krassen Gegenteil zu der verstrickten Geschichte wurde die gesamte Steuerung so simpel wie möglich gehalten. Ein Inventar-Menü oder ähnliches sucht ihr gar komplett vergebens. Sämtliche Aktionen werden mit den beiden Analog-Sticks und den zwei oberen Schultertasten vollführt. Während der linke Knüppel zum Dirigieren der jeweiligen Person benötigt wird, werden mit dem rechten Pendant alle anderen Aktionen über ein kontextsensitives Menü ausgelöst. Eure jeweiligen Aktionsmöglichkeiten werden über entsprechende Symbole am oberen Bildschirmrand verdeutlicht. Die Schultertasten kommen indessen nur bei körperlich anstrengenden Manövern zum Einsatz und müssen dann schnell abwechslungsweise gedrückt werden, damit euer Charakter mehr Kraft bzw. Ausdauer zeigt.

Grafisch macht Fahrenheit zurzeit einen sauberen, wenn auch nicht direkt spektakulären Eindruck. Die Umgebungen wurden ansprechend und detailliert gestaltet, die meisten Charaktermodelle wirken dagegen etwas kantig animiert und verschwommen. Die Mimik der Protagonisten konnte dagegen schon zum jetzigen Zeitpunkt gefallen.

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Game Info

  • Genre: Adventure
  • Entwickler: Quantic Dream
  • Publisher: Atari
  • Spieler offline: 1
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