
Darkwatch
Darkwatch Preview / Vorschau
Ungewöhnliche Mischung: Western-Ambiente plus Vampir- und Untotenhatz aus der Egoperspektive = Darkwatch
Nicht als strahlender Held in stählerner Rüstung, sondern als gesetzesloser Revolverheld und Halbvampir streift ihr durch die Wild-West-Welten von Darkwatch. Euer Ziel ist die Vernichtung des Oberblutsaugers Lacarus, der nicht nur das ganze Land mit Heerscharen von Zombies überzieht, sondern auch an eurem Dasein als Halbvampir die Schuld trägt. Nur durch dessen Tod kann Titelheld Jericho seine Menschlichkeit wiedererlangen. Unterstützung findet der gebeutelte Jericho dabei von der geheimen Vampirjägerorganisation "Darkwatch“, die schon vor Jahrhunderten der blutsaugenden Spezies den Kampf angesagt hat. Also auf zur gnadenlosen Zombie- und Vampirjagd!
Auf knifflige Rätselpassagen und stille Stealth-Einlagen wurde bei Darkwatch komplett verzichtet. So läuft ihr monstermeuchelnd durch moderige Friedhöfe, dunkle Minenschächte, Prärie und Wüste. Die gradlinige Egoballerei alter Schule mag dadurch vielleicht nicht gerade einen hohen Abwechslungsreichtum vorweisen, die wahren Gegnerhorden halten euch aber trotzdem ziemlich auf trab. Gerade Spieler, die sich bei aktuellen Genrevertretern über den Rückgang des reinen Action-Anteils beklagten, werden deshalb hier mit Sicherheit gelungene Spielstunden verbringen.
Der verhängnisvolle bis von Widersacher Lacarus hat aber auch seine positiven Seiten, denn als Halbvampir verfügt ihr nicht nur über eine erhöhte Widerstandsfähigkeit, sondern dürft auch auf verschiedene Spezialfähigkeiten zurückgreifen. Besonders der übernatürliche Schutzschild ähnelt einer Lebensversicherung, denn ähnlich wie in "Halo“ lädt sich dieser ständig wieder auf. Tatsächlichen Schaden nehmt ihr erst, wenn sich die Energie des praktischen Schutzes dem Ende neigt.
Was uns in der vorliegenden Preview noch fehlt, ist eine zuschaltbare Zielhilfe. Das Anvisieren der mitunter recht flinken Kontrahenten wird euch in keinerlei Hinsicht vereinfacht. Pixelgenaue Treffer auf grössere Distanz werden dadurch trotz präziser Steuerung beinahe komplett verunmöglicht. Auf Konsolen-Shootern sollten derartige Massnahmen zur Entlastung des Spielers aufgrund der grösseren Reaktionszeit der Joypad-Steuerung keinesfalls fehlen. Wir hoffen in diesem Punkt noch auf Nachbesserung bis zum Release im Oktober.
Gleissende Explosionen, Funkenregen und reichlich Blutspritzer befördern die gegnerischen Scharen effektvoll in die ewigen Jagdgründe. Dank einer konstant hohen Framerate läuft das Spiel stets angenehm schnell und kommt selbst bei hohem Gegneraufkommen nicht ins stocken. Scheinbar hat die Geschwindigkeit aber ihren Preis, denn der Detailreichtum der Charaktermodelle und die Texturierung der Umgebungsgrafiken könnten besser sein.
am 06.09.2005 14:11
Ersteindruck
Game Info
- Genre: Egoshooter
- Entwickler: Sammy
- Publisher: Ubisoft
- Spieler offline: 4



