
Need for Speed: Carbon
Need for Speed: Carbon Preview / Vorschau
Auf den ersten Blick erinnert NFS: Carbon sehr stark an die beiden Underground Teile. Der Hauptgrund dafür ist sicherlich der Umstand, dass sämtliche Rennen im nächtlichen Umfeld stattfinden. Doch hat man erstmals das Pad in der Hand, entpuppt sich Carbon als durchdachte Mischung aller Features der bisherigen Teile gewürzt mit einem guten Schuss Neuerungen.
Man nehme das nächtliche Ambiente und die kniffeligen Drift-Wettbewerbe aus Need for Speed: Underground (2), füge die aufdringlichen Gesetzeshüter sowie die Speedbreak-Funktion aus "Most Wanted" hinzu und kombiniere das Ganze mit drei starken Neuerungen namens "Autosculpt", "Canyon Races" und "Crews" – fertig ist das neue Need for Speed!
Doch was verbirgt sich hinter den klangvollen Namen? Mit dem ersten Feature "Autosculpt" werdet ihr schon vor dem Rennen Bekanntschaft machen. Konnte das äussere Erscheinungsbild des eigenen Boliden bisher mittel vorgefertigter Tuning-Parts wie Schürzen, Spoilern und Felgen verändert werden, geht EA mit diesem Titel ganz neue Wege. Genau wie bei Sport- oder Rollenspielen kann das Aussehen des Wagens in etlichen Parametern über Schiebregler verändert werden. Auch Knopfdruck verändert ihr so die breite der Frontschürze, die Steilheit des Spoilers, die grösser der Lufteinlässe oder die Form der Felgen. Je nach Fahrzeugklasse könnt ihr so bis zu zehn verschiedene Bereich mit etlichen Optionen ganz nach eurem persönlichen Geschmack verändern. Selbst die Vinyls können nach belieben auf der Oberfläche des Autos gestreckt, gezoomt und verschoben werden. Interessierte Spieler sollten sich unbedingt unser entsprechendes Video zu Gemüte führen. Ein wahres Paradies für Autofreaks.

Womit wir auch schon bei der zweiten grossen Neuerung angelangt sind: Der eigenen Crew. Wie gehabt verdient ihr euch im Laufe des Spiels durch fahrerische Glanzleistungen immer mehr Respekt auf den Strassen. Bei NFS: Carbon werden so auch andere Fahrer auf euch aufmerksam und wollen sich euch anschliessen. So formt ihr ein Team aus mehreren Rennprofis, welche euch auf und abseits der Strecken unterstützen. Innerhalb der Rennen hört ihr nicht nur Lob, Tadel oder Tipps von ihnen über den Team-Funk, sondern ruft sie auch auf Knopfdruck zu Hilfe. Je nach Fahrertyp blockt euch dieser angreifende Gegner, verschafft euch durch fiese Rempler Platz oder fährt euch den optimalen, kürzesten Weg vor. Symbole über den Autos weisen auf die entsprechende Fähigkeit hin. Die Plätze in eurem Racing-Team sind jedoch begrenzt. Überlegt euch also gut, welche Fahrer ihr aufnehmt, denn jeder hat individuelle Stärken und Schwächen. Welcher Kollege dann im Rennen zum Einsatz kommt, kann durchaus über Sieg und Niederlage entscheiden.
Habt ihr euch den nötigen Respekt innerhalb eines Distrikts durch Siege erarbeitet, fordert euch der ansässige Topfahrer zum Duell im Canyon. Parallelen zum fulminanten Finale von "The Fast and the Furious: Tokyo Drift" sind nicht von der Hand zu weisen. Hier geht es Mann gegen Mann eine enge Bergstrasse runter, welche nur durch dünne Leitplanken begrenzt sind. Zu spät gebremst und ihr macht einen unfreiwilligen Ausflug ins Tal - Game Over. Dabei wird nach den Regeln von "Touge", der illegalen japanischen Bergrenn-Szene gefahren. Dabei gibt es zwei Durchgänge: Zuerst startet ihr in der Verfolgerposition und dürft euch nicht abhängen lassen. Je näher ihr am Heck des gegnerischen Fahrers klebt, desto grösser die Punktzahl. Danach geht es mit vertauschten Rollen an den Start. Haltet den Verfolger nun möglichst auf Distanz, denn je näher er euch kommt, desto mehr Punkte gehen von eurem Konto flöten.
Game Info
- Genre: Rennspiel
- Entwickler: Electronic Arts
- Publisher: Electronic Arts
- Spieler offline: 2
- Spieler online: 4
- Releasedatum: 08.11.2006 (erschienen)



