The Incredibles

The Incredibles Test / Review

Neue Helden braucht das Land, auch wenn es gleich ne ganze Familie sein muss!

Wie man es von einer Filmumsetzung erwarten mag, knüpft auch The Incredibles direkt an den Plot des Kinofilms aus dem Hause Pixar an. Der charakteristische Look der Leinwandvorlage wurde von den Entwicklern der Heavy Iron Studios sehr gelungen auf die PS2 portiert. Durch den Umstand, dass ihr euch abwechslungsweise mit den verschiedenen Mitgliedern der Heldenfamilie auf die Jagd nach den bösen Buben begebt, kommen die unterschiedlichen Fähigkeiten der einzelnen Protagonisten gut zur Geltung.

So verfügt der Vater alias Mr. Incredible über enorme Stärke und kann so selbst schwerste Objekte heben, Gegner als Wurfgeschosse verwenden oder ganze Mauern mit reiner Muskelkraft einreissen. Mrs. Incredible dagegen verfügt über die praktische Fähigkeit, ihre Gliedmassen um ein vielfaches zu denen um entfernte Objekte zu erreichen oder über gähnende Abgründe zu schwingen. Die zwei Kinder der beiden haben natürlich ebenfalls entsprechende Fähigkeiten von ihren Eltern auf den Lebensweg mitbekommen. Während die Tochter sich durch Kraftfelder vor Gegnern verstecken kann, hängt der jüngste Spross der Familie durch seine ungeheure Schnelligkeit selbst Sportwagen locker hinter sich.

Jeder der vier Helden muss sich in seinen eigenen Levels bewähren. Euch erwarten jeweils ganz spezifische Aufgaben, welche auf den jeweiligen Charakter zugeschnitten sind. Gleichwohl muss aber gesagt sein, dass euch mit dem Titel ein eher unspektakuläres Plattform-Game erwartet. Die meiste Zeit verbringt ihr mit dem Verkloppen von Gegnern oder dem Meistern von Jump&Run Herausforderungen. Dementsprechend ist der Abwechslungsreichtum trotz der verschiedenen Charaktereigenschaften eher gering.

Probleme zeigen sich auch in der Steuerung. Die Ausführung der starken Super-Moves entpuppt sich oftmals als grössere Hürde. So kann Mrs. Incredible beispielsweise nur aus dem Stand über Abgründe schwingen. Mit Anlauf verweigert die Steuerung den versuchten Befehl komplett. Gerade solche Mankos hindern den Spielfluss und die Eingängigkeit der Controls enorm.

Grafisch fängt der Titel wie bereits angesprochen den signifikanten Stil des Films gut ein. Die Figuren sehen und bewegen sich den Vorbildern zum Verwechseln ähnlich durch die gelungenen Umgebungen. Echte Mankos zeigen sich höchstens, wenn sich zu viele Gegner auf dem Bildschirm bewegen und die Framerate kurzzeitig merklich in die Knie geht. Ebenfalls leichte Probleme macht die automatische Kamera, welche sich besonders in engen Räumen stellenweise gerne mal in Objekten verheddert. Alles in allem also keine Meisterleistung, aber trotzdem guter Durchschnitt.

Die Synchronisation der Cutscenes stammte direkt aus dem Film. Die Sprachausgabe bewegt sich somit zwar durchwegs auf hohem Niveau, viele Ausdrücke und Phrasen kommen dafür aber gleich mehrfach zur Anwendung. Die Musikuntermalung aus dem Film hingegen hinterlässt ein durch und durch gelungenes Bild und hat teilweise gar Ohrwurmqualität.

Eingetragen von jh
am 03.12.2004 15:21

Fazit

The Incredibles ist eine gut gelungene Umsetzung des gleichnamigen Filmes, der jedoch etwas abwechslungsreicheres Gameplay sicherlich gut getan hätte. Zudem kann das Spiel problemlos innert sieben Stunden beendet werden, was für dieses Genre eine eher bescheidene Zeitspanne darstellt. Besonders für jüngere Fans des Pixar Streifens ist der Plattformer aber sicherlich keine Fehlinvestition. Unter dem Strich eine ganz passabel gelungene Filmversoftung.

Wertung

Gameplay
5.9
Langzeitmotivation
5.3
Präsentation
7.5
Grafik
7.0
Sound
7.6
Total
6.2
Naja
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Game Info

  • Genre: Action-Adventure
  • Entwickler: Heavy Iron Studios
  • Publisher: Pixar
  • Spieler offline: 1

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