GoldenEye: Rogue Agent

GoldenEye: Rogue Agent Test / Review

Einmal auf der bösen Seite dienen

Was macht ein 00-Agent des MI6, wenn er bei seinem Arbeitgeber durch überzogene Härte beim Erfüllen seiner Aufträge in Ungnade gefallen ist? – Klar, er heuert beim nächsten Superschurken an. Sein neuer Arbeitgeber Goldfinger kann die tatkräftige Unterstützung im Privatkrieg gegen Dr. No bestens gebrauchen und der Umstand, dass der Antiheld des Spiels bei einem unglücklichen Zusammentreffen mit diesem ein Auge verlor, lässt euch gleichzeitig eine alte Rechnung begleichen.

Damit ihr nicht halbblind gegen die Schergen von Dr. No antreten müsst, spendiert euch Goldfingers Handlanger Scaramanga ein synthetisches Auge, welches euch den markanten Decknamen GoldenEye verschafft. (Wodurch auch der Titel des Spiels erklärt sein dürfte…) Die neue Sehhilfe verfügt zudem über vier spezielle Funktionen, die euch im Laufe des Abenteuers zugänglich werden. So dürft ihr durch Wände blicken, gegnerische Waffen und Computer via E.M.-Hack deaktivieren, ein temporäres Schutzschild um euch aufbauen oder Gegner durch ein Induktionsfeld durch die Luft schleudern. Durchaus praktische Hilfsmittel fürs tägliche Agentenleben also!

Anfänglich noch mit einer schwachen Pistole ausgerüstet, dürft ihr jederzeit die Waffen der niedergestreckten Gegner aufnehmen. Jede Hand kann dabei unabhängig von der anderen belegt werden und die beiden Argumentationsverstärker steuert ihr einzeln über die beiden gegenüberliegenden Schultertasten an. Ein System, das zwar deutlich von Halo 2 abgekupfert wurde, im Spiel aber vorzüglich funktioniert. Neben der Möglichkeit eine Waffe abzufeuern, dürft ihr sie auch zum Schlagen von Kontrahenten missbrauchen. Nach einigen gut platzierten Schlägen dürft ihr den benommenen Widersacher sodann als lebendigen Schutzschild in den Schwitzkasten nehmen.

In den acht Missionen erwartet euch absolut schnörkellose, geradlinige Nonstop Action. Durch das Fehlen jeglicher Rätsel oder Geschicklichkeitsaufgaben verliert das Spiel sehr schnell an Reiz und Motivation. Eure Mission beschränkt sich immer auf das Erreichen eines gewissen Punktes, welchen ihr dank einem kleinen Richtungsindikator oberhalb des Zielkreuzes nie aus den Augen verliert. Spätestens nach den ersten zwei Levels kommt durch dieses überaus simple und abwechslungsfreie Gameplay ein gewisses Gefühl der Langeweile auf. Nicht ganz unbeteiligt daran ist auch die Levelarchitektur. Viele der weitläufigen Areale scheinen kein Ende zu nehmen und spätestens nach dem vierten Abschnitt, der von den drei Vorangegangenen kaum zu unterscheiden ist, macht sich eine gewisse Ermüdung beim Spieler bemerkbar.

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Game Info

  • Genre: Egoshooter
  • Entwickler: Electronic Arts LA
  • Publisher: Electronic Arts
  • Spieler offline: 4

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