Fight Club

Fight Club Test / Review

"Welcome to Fight Club"

Jede andere Überschrift wäre wohl fehl am Platze gewesen. Willkommen in der Filmadaption zu David Finchers Kultfilm aus dem Jahre 1999. Für diejenigen die diesem Film nicht kennen, hier eine simple Zusammenfassung: Von ihrem tristen Dasein angewiderte Menschen, treffen sich in einem dunklen Keller um sich gegenseitig die Birne weichzuprügeln. Keine Angst, der Film ist kein Steifen vom Schlage eine Street Fighters, sondern ein echter Spitzenstreifen. Lohnt sich bestimmt im den Film Freitagabend mit einer Tüte Popcorn anzusehen.

Filmfreude werden schnell das Hauptgebäude in der Paperstreet im Hintergrund des Hauptmenüs erkennen, sowie die 14 Filmfiguren und die über 17 Kampfschauplätze. Das Spiel selbst ist ziemlich simpel aufgebaut. Zwar gibt es insgesamt 3 Kampfstile, also "Grappler", "Brawler", oder "Material Arts". So gut, wie das in Def Jam: Fight for New York funktioniert hat, ist das aber in Fight Club nicht wirklich. Das liegt daran, dass sich diese Kampfstile ziemlich ähnlich sind. Einige Schläge und Tritte, fertig ist der Kampfstil. So eifach wie das Kampfsystem ist leider auch das Spiel selbst. Es stellte uns vor keine grösseren Anstrengungen das Spiel durchzuackern. Planloses Herumhämmern auf dem Joypad führt zwar in wenigen Games zum Erfolg, doch dieses ist eines davon. Daher spielt es eigentlich auch keine Rolle welchen Fighter ihr nehmt, da sich die simplen Schlagkombos wie bereits geschrieben, nicht wesentlich voneinander unterscheiden. Ein nettes Feature ist die Möglichkeit eurem Gegner Knochen zu brechen. Führt ihr im richtigen Zeitpunkt eine Counter-attacke aus, erhält ihr für wenigen Sekunden einen Röntgenblick (so à la Romeo Must Die) und seht wie der Knochen eures Gegners splittert. Dies sieht anfangs ganz nett aus, wird jedoch sehr eintönig. Über einen Menupunkt habt ihr die Möglichkeit den Fighter ins Krankenhaus zu senden. Leider ist diese Idee ziemlich dürftig umgesetzt. Neben dem Genreüblichen Survival- und Trainingsmodus gibt es natürlich den obligaten Storymode. Womöglich aus lizenztechnischen Gründen, steht hier kein digitaler Brad Pitt am Start. Nach einer ansprechenden Introsequenz prügelt ihr planlos auf euren Gegner ein bis er nicht mehr aufsteht. Was danach folgt ist ziemlich erbärmlich: Nach jedem Kampf erfolgt eine absolute hässliche und ohne jegliche Finessen gestaltete Slideshow mit sehr laschen Sprechern. Echte Animationssequenzen gibt’s nur zu Beginn und zum Schluss des Spieles.

Grafisch macht Fight Club eine mittelmässige Figur. Was uns gefiel waren die vom Kampf gezeichneten Gesichter der Kämpfer, sowie die netten gemachten Blut-Effekte. Beim heftigen Einprügeln auf den armen Gegner spritzt das Blut in bester Colin McRae Manier an den Bildschirm und läuft nach wenigen Sekunden am Bildschirm herab. Falls ihr auf der PS1 je Bio Freaks gespielt habt, kommt euch dieser Effekt sicher bekannt vor. Bis auf den Protagonisten ähneln die Filmvorlagen den Spielcharakteren ziemlich gut, leider sehen sich Mimik und Animationen der Figuren sehr ähnlich. Erfreulich wirken die interessant gemachten Level, während Bewegungen leider etwas steif wirken. Grundsätzlich ist die Grafik jedoch der Beste Aspekt von Fight Club.

Diese Seite mit anderen teilen

Game Info

  • Genre: Beat'em Up
  • Entwickler: Genuine Games
  • Publisher: Vivendi Universal
  • Spieler offline: 2
  • Spieler online: 2

Leserwertung

Ihr sagt
-.-
-
Wir sagen
6.0
Naja
Du sagst
-.-
-
Impressum | Werbung | AGB | RSS-Feeds
Verlinkt durch: games-news.de | spieleradar.de
© 2002-2012 by 2PLAY.CH Schweiz