
Worms Forts: Unter Belagerung
Worms Forts: Unter Belagerung Test / Review
Schwerbewaffnete Würmer im PS2-Einsatz
Für alle Worms Unkundigen erstmals kurz die Erklärung, um was es in der Serie seit Jahren geht: Jeder Spieler befehligt in einem rundenbasierten Kampf vier Würmer. Pro Runde darf jeder einen Wurm auswählen und mit diesem innert 45 Sekunden den Standort wechseln sowie eine der mehr oder weniger verrückten Waffen abfeuern. Das simple Ziel der taktischen Schlacht ist die Vernichtung aller Würmer der gegnerischen Spieler, bevor euer letzter Kriecher den Löffel abgibt.
Während die dreidimensionale Darstellung bereits im letzten Teil eingeführt wurde, kommt mit der neusten Version noch die Möglichkeit des Festungsbaus und damit eine Prise Aufbaustrategie ins Spiel. Jeder Spieler startet mit einem Gebäude, welches sein Schloss darstellt und nicht zerstört werden darf. Pro Runde darf dieser simple Bau dann mit weiteren Elementen wie Mauern, Türmen, Sanitätsposten, Waffenschmiede oder beinahe uneinnehmbare Zitadellen sein. Dabei sind die Anzahl eingebauter, zuvor auf dem Feld verstreuter Sterne sowie der Untergrund entscheidend, welche Gebäude man errichten kann. Ein nicht zu unterschätzendes, taktisches Element bringt der Umstand mit sich, dass neue Gebäude nur an bereits existierenden angebaut werden dürfen. Bauten, welche die (indirekte) Verbindung zu eurem Schloss verlieren, gehen unverzüglich kaputt. Mit einer ungeschickt aufgebauten Burg lauft ihr also unweigerlich Gefahr, mit dem Verlust von nur einer Mauer grosse Teile eures Baus zu verlieren!
Was die Freude an dem Ausbau der eigenen Burg deutlich schmälert ist die Tatsache, dass die eigenen Mauern kaum Schutz vor feindlichen Angriffen bieten. So können feindliche Würmer problemlos über die Wände springen und ins innere der Festung eindringen. Das zu schützende Schloss ist somit dem feindlichen Kugelhagel trotz ausgiebigem Bauen ausgeliefert. Ein weiteres Problem zeigt sich in der viel zu hohen Wachstumsrate der Forts. So lässt sich theoretisch jede Runde ein Gebäude errichten, das Zerstören eines solchen dauert aber meist deutlich länger. Dadurch wird das Spielfeld viel zu schnell von riesigen Bauten übersäht.
Als Solospieler erwarten euch insgesamt 20 Missionen, in denen historische Ereignisse und Schlachten wie die Suche nach dem heiligen Gral oder der Kampf um Troja amüsant auf die Schippe genommen werden. Der unverblühte Team-17 Humor wird nicht nur den Fans der bisherigen Worms Spiele mit Sicherheit gefallen. Durch entsprechende Erfolge im Alleingang gegen die CPU schaltet ihr neben lustigen Filmen und Artworks 30 neue Waffen sowie eine Handvoll neuer Gebäude frei. Um alle Aufträge zu absolvieren, solltet ihr einiges an Zeit mitbringen, denn die Züge der CPU-Gegner lassen sich nicht abkürzen und müssen in voller Länge mitverfolgt werden. Deswegen ziehen sich die Einsätze unnötig in die Länge und verursachen beim Spieler schnell Ermüdungserscheinungen.
Game Info
- Genre: Multiplayer
- Entwickler: Team 17
- Publisher: Atari
- Spieler offline: 4



