
Metal Gear Solid 3: Snake Eater
Metal Gear Solid 3: Snake Eater Test / Review
Snake is back!
Wir schreiben das Jahr 1964 zur Zeit des kalten Krieges. Nachdem vor zwei Jahren während der Kubakrise dank dem Einlenken beider Parteien in letzter Sekunde der dritte Weltkrieg verhindert werden konnte, rollt nun eine weitere Bedrohung aus dem östlichen Europa auf den Rest der Welt zu. Um dies abzuwenden wird ein junger Einzelkämpfer und Infiltrierungsspezialist unter dem Codenamen Snake in den russischen Dschungel geschickt, um Sokolov, den Erfinder einer neuen Superwaffe, in die USA zurück zu holen. Die russischen Raketenstellungen auf Kuba wurden gemäss der Story hinter MGS3 nämlich nur unter der Bedingung geräumt, dass eben dieser emigrierte russische Wissenschaftler von den USA ausgeliefert wird. Eine Vereinbarung, die vor der Öffentlichkeit bewusst verheimlicht wurde.
Doch jeder Spieler der Vorgänger wird sich nicht wundern, dass es nicht bei einem einfachen Rettungseinsatz bleibt. So stellen sich euch hinter den feindlichen Linien nicht nur die nach politischer Macht strebenden Elitesoldaten des "Team Cobra“ in den Weg, sondern auch Snakes weiblicher Mentor, besser bekannt unter dem Codename "The Boss“, entpuppt sich als Überläufer. Wie gewohnt zeigt sich auch im dritten Teil die Geschichte als aussergewöhnlich stark und spannend, so dass sich selbst mancher Kinofilm hier noch eine Scheibe abschneiden könnte. Besonders gelungen sind die exzellent hervorgehobenen Verstrickungen und Relationen zwischen den einzelnen Charakteren. Auch die sichtliche Entwicklung gewisser Protagonisten ist absolut filmreif. Bestes Beispiel dafür ist der junge Ocelot, dessen Weg ihr im Laufe des Spiels mehrmals kreuzt und dessen langsame Entwicklung vom jungen Heisssporn zum gefürchteten "Revolver Ocelot“ aus dem ersten MGS beobachtet werden kann. Mehr sollte an dieser Stelle jedoch über die verzwickte Storyline nicht gesagt sein, da wir euch keinesfalls die Spannung beim rund 20 Stunden dauernden Abenteuer nehmen wollen!
Schon in den ersten Sekunden fällt wohl jedem Fan das Fehlen des hilfreichen Radars in der rechten Bildschirmecke auf, welcher zu dieser Zeit (als vor MGS1) schlicht noch nicht erfunden war. Dies führt zu einem deutlich schwereren Einstieg ins Spiel und auch Spieler der Vorgänger, die sich auf die technische Hilfe verliessen, werden somit umdenken müssen. Aber vollkommen ohne technische Hilfsmittel zur Warnung vor anrückenden Wachen kommt ein Topspion auch in den 60er Jahren nicht aus: Sonar und Bewegungsmelder informieren euch auch ohne direkten Sichtkontakt über feindliche Truppenbewegungen. Die elektronischen Gerätschaften saugen jedoch bei Verwendung langsam aber sicher die Batterien leer, weshalb diese nur wenn nötig aktiviert werden sollten.
Game Info
- Genre: Stealth-Action
- Entwickler: Konami Japan
- Publisher: Konami
- Spieler offline: 1



