
Megaman X8
Megaman X8 Test / Review
Auf den Spuren der 8-Bit Tage…
Während der letzte (und gleichzeitig erste) PS2 Auftritt von Capcoms blauem, mechanischem Maskottchen durch unausgereifte Neuerung und dreidimensionalem Gameplay nur wenig überzeugen konnte, besonnen sich die Entwickler bei dem uns vorliegenden Titel wieder auf das bekannt geradlinige Jump&Shoot Spielprinzip. So kämpft ihr einmal mehr auf der Seite der guten Roboter mit allerlei Waffenkraft gegen die bösen Blechgesellen. Nach einem Sieg über den Boss des jeweiligen Levels dürft ihr dessen Waffe an euch nehmen. Zwischen den einzelnen Missionen wird die Story mittels Anime-Movies vorangetrieben.
Vor dem Betreten jeder Stage müsst ihr euch aus den drei verfügbaren Charakteren zwei für den bevorstehenden Einsatz aussuchen. Neben dem Titelhelden Megaman (oder X wie er in dieser Serie genannt wird) stehen Zero und Axl zur Auswahl. Wie bereits bei Megaman X7 verfügen die drei Helden über unterschiedliche Fähigkeiten. Während X seinen Blaster aufladen kann, ist Zero ein meister im Nahkampf und Axl schiesst mit schnellem Dauerfeuer in sämtliche Himmelsrichtungen. Mittels der L2 Schultertaste könnt ihr zwischen den beiden ausgewählten Protagonisten jederzeit wechseln. Nach einer gewissen Zahl abgeschossener Gegner dürft ihr euren inaktiven Kameraden zudem für eine Bildschirmfüllende Spezialattacke zur Hilfe rufen.
Wie bereits angesprochen erwartet euch in den Levels trotz dreidimensionaler Polygongrafik altbekanntes 2D-Gameplay. Neben sporadisch auftretenden Plattform-Rätseleinlagen ist das Leveldesign vorwiegend nur mit simplem Trial & Error zu meistern. Selbst sehr schnelle Reaktionen können an gewissen Stellen ein Ableben beim ersten Anlauf unmöglich vermeiden. Dies führt unweigerlich zu Frust, den auch die unendlichen Continues nicht beseitigen können. In diesem Belangen sind gerade die alteingesessenen Fans der 8- und 16-Bit Vorgänger klar besseres gewohnt!
Genau wie das Leveldesign hinterlässt auch die grafische Präsentation einen eher uninspirierten Gesamteindruck. Viele der Stages erinnern zu frappant an bereits gespielte Episoden und neue Ideen sucht der Kenner komplett vergebens. Erschwerend kommt hinzu, dass die schon nicht gerade berauschende Grafik an vielen Stellen unter frappanten Slowdowns leidet. Dass ein polygonaler 2D-Shooter auf der PlayStation2 ungleich besser aussehen kann, zeigte Konami bereits vor rund 2 Jahren mit Contra: Shattered Soldier.
am 07.02.2005 15:06
Fazit
Wertung
Game Info
- Genre: Action
- Entwickler: Capcom
- Publisher: Capcom
- Spieler offline: 1



