
Constantine
Constantine Test / Review
Als Dämonenjäger unterwegs
In der Haut von Detektiv John Constantine (im gleichnamigen Film von Keanu Reeves gespielt), einem übersinnlichen Privatschnüffler, begebt ihr euch auf Dämonenjagd. Denn obwohl es die himmlischen Gesetze verbieten, machen sich die Höllenbewohner in ganzen Scharen in der Welt der Lebenden breit. Der zeitgleiche Tod des Halbengels Elriu lässt den Protagonisten nichts Gutes erahnen, so dass ihr euch auf die Suche nach den Gründen für die genannten Ereignisse macht.
Die meiste Zeit verbringt ihr im Kampf gegen die zahllosen Dämonen und Halbdämonen, welche euch an eurem Weltenretterauftrag hindern wollen. Im Kampf könnt ihr euch sowohl auf eure Fäuste als auch auf ein recht variantenreiches Arsenal von Waffen verlassen. Mit Armbrust, gesegnetem Gewehr oder Flammenwerfer in der Hand lehrt ihr den Schergen der Hölle schnell das Fürchten. Genügen diese Argumentationsverstärker nicht mehr, erweisen sich an einigen Stellen die offensiven Zaubersprüche als hilfreich: Mit Blitzen oder Fliegenschwärmen macht ihr den teuflischen Kontrahenten schnell den Gar aus. Bedauerlicherweise lassen sich die Zaubersprüche aber nicht nach belieben verwenden, sondern nur an bestimmten Stellen dürft ihr in die Trickkiste greifen.
Wie bei den Zaubersprüchen verhält es sich auch mit dem Wechsel in die höllische Parallelwelt, welche ihr im Laufe des Spiels zum weiterkommen aufsuchen müsst. Ähnlich wie in "Legacy of Kain: Soul Reaver“ erkundet ihr in der Parallelwelt die aktuellen Umgebungen in einer komplett anderen, deutlich unfreundlicheren Erscheinungsform. Leider darf der Wechsel aber nur an vorbestimmten Positionen vollzogen werden, wodurch trickreiche Rätsel im Zusammenhang mit den zwei Welten so gut wie komplett entfallen. Somit dient der Sprung meist mehr zur Auflockerung des Spielverlaufs als zum Aufbau intelligenter Passagen.
Constantine bietet insgesamt deutlich mehr Action als Adventure, was sich nicht nur in dem oben beschriebenen Beispiel zeigt. Die meiste Zeit werdet ihr beinahe mit der Nase auf die Lösung einer bestimmten Passage gestossen – sei es über Kommentare des Protagonisten John oder durch direkte Texteinblendungen, was zu tun sei. Jeder Schritt des Spielers scheint in den äusserst gradlinigen Levels bereits vorbestimmt zu sein, wodurch ihr euch im Grunde nur noch auf das Monstermeucheln konzentrieren müsst. Dadurch verschenken die Entwickler eine Menge Potential…
Optisch wie akustisch bietet das Spiel solide PS2-Kost und kann dank stimmigem Leveldesign stellenweise erstaunlich gut gefallen. Besonders die Parallelwelten wurden dank feurigen Effekten wirklich überzeugend inszeniert. Mancherorts gibt es aber eine etwas zu auffällige Armut an Texturen zu bemängeln. Der atmosphärische Soundtrack und die bis auf einige deutliche Übersetzungsfehler gelungene, deutsche Synchronisation werden auch eure Ohren grösstenteils überzeugen.
am 14.02.2005 13:20
Fazit
Wertung
Game Info
- Genre: Action
- Entwickler: Bits Studios
- Publisher: THQ
- Spieler offline: 1



