
Blood Will Tell
Blood Will Tell Test / Review
Auf der Suche nach dem eigenen Körper…
Die ungewöhnliche Geschichte hinter Blood Will Tell basiert auf einem sehr bekannten Anime aus den späten sechziger Jahren und erzählt den Leidensweg des jungen Hyakkimaru, dem finstere Dämonen als Kind 48 Körperteile stahlen. So wuchs der bedauernswerte Protagonist mit künstlichen Prothesen anstelle der geraubten Glieder und Organe auf. Doch nun scheint die Zeit gekommen zu sein, den Dämonen mit Waffenkraft das geraubte Gut wieder abzujagen.
Glücklicherweise entpuppen sich einige der künstlichen Teile an Hyakkimarus Körper als durchschlagskräftige Waffen: So versteckt sich in seinem Knie beispielsweise ein wuchtige Kanone und in den Armen warten geschärfte Schwerter sowie schnell feuernde Gewehre auf ihren Einsatz. Im Laufe des Abenteuers steigt nicht nur die Wirksamkeit dieser Waffen an, sondern es kommen auch immer neue Argumentationsverstärker hinzu. Damit ihr euch nicht nur auf die eigene Stärke verlassen müsst, werdet ihr von dem jungen Dieb Dororo begleitet. Diesem gebt ihr durch ein simples Interface wahlweise eine der vier Anweisungen Warten, Sammeln, Suchen oder Angriff. An bestimmten Stellen schlüpft der Spieler gar direkt in die Haut des Jungen und muss sich beispielsweise alleine durch enge Höhlengänge kämpfen.
So schlachtet ihr euch zu zweit in ziemlich geradliniger Hack’n Slay Manier durch die verschiedenen Schauplätze. In regelmässigen Abständen trefft ihr dabei auf die 48 Dämonen, welche sich euch als Zwischengegner in den Weg stellen und die geraubten Körperteile natürlich nur nach einer deftigen Portion Prügel herausrücken. Mit dem Sammeln aller Parts gewinnt Hyakkimaru glücklicherweise zusehends an Stärke und neuen Combos, wodurch er auch den späteren Bösewichten gewachsen ist. In brenzligen Situationen könnt ihr zusätzlich, falls die entsprechende Anzeige gefüllt ist, auf zeitlich limitierte Spezialattacken zählen.
Bedauerlicherweise scheint sich neben den Kontrahenten auch die automatische Kamera immer wieder gegen euch zu stellen. Zwar kann die virtuelle Linse jederzeit über einen Druck auf die L1-Taste hinter Hyakkimaru zentriert werden, diese Option steht aber gerade in engeren Gängen nicht zu Verfügung. So kommt es deutlich zu oft vor, dass ihr Gegner aufgrund einer ungünstigen Kameraposition nicht erkennt oder bei Kämpfen gegen mehrere Kontrahenten die Orientierung unnötig erschwert wird. Besonders frustrierend wird die Angelegenheit, wenn euch das Spiel genaue Jump&Run Manöver abverlangt. Unverschuldete Stürze in den Abgrund oder Schritte in Fallen sind dabei leider kaum zu vermeiden.
Game Info
- Genre: Action
- Entwickler: WOW Entertainment
- Publisher: Sega
- Spieler offline: 2



