Astro Boy

Astro Boy Test / Review

Kleiner Roboter im Wertungssturzflug

Astro Boy ist ein kindlicher, nur spärlich bekleideter Roboter mit grossen Augen, Raketenfüssen und Laserkanonenarmen - eine typisch japanische Comicfigur eben. Eschaffen vom brillanten Dr. Tenma, fliegt das kleine Robokind durch eine futuristische Stadt namens Metro City um Unrecht und Verbrechen zu bekämpfen.

Während wir uns normalerweise angesichts des Genres "Action“ auf Levels voller Bösewichte und sporadisch auftretende Zwischen- bzw. Endgegner einstellen würden, scheinen die Entwickler andere Pläne gehabt zu haben. Wer sich jetzt nach dem Lesen des letzten Satzes auf neue, innovative Ideen freut, wird leider hart enttäuscht. Um es möglichst klar auszudrücken, besteht Astro Boy im Grund nur aus neun Bosskämpfen in sechs verschiedenen Umgebungen. Einzig die letzten zwei Bosse warten mit einer Art eigenem Level auf euch, sofern man die Aneinanderreihung des gleichen Raumes als solches bezeichnen will.

Leider überzeugt selbst das Design der neuen Oberschurken kaum. Macht die erste Begegnung mit einer übergrossen Roboterspinne noch einen halbwegs guten Eindruck, geht es von da an bedauerlicherweise kontinuierlich bergab. Um den Kontrahenten gewachsen zu sein, lernt der kleine Protagonist im Laufe des Spiels sieben Spezialfähigkeiten. Doch für die eher simpel gestrickten Kämpfe gegen die Bösewichte reicht auch problemlos die Standardattacke. Immer kommt ihr mit einfachem Ausweichen und nachträglichem Angriff am besten voran. Als einzig wahrer Knackpunkt entpuppt sich  die ziemlich störrische Kameraführung, die bedauerlicherweise auch nur sehr langsam und umständlich manuell nachjustiert werden kann.

Die einzelnen Konfrontationen werden durch kurze Zwischen- und Flugsequenzen verbunden. Während Erstere die eher kindgerechte Storyline vorantreiben, schwebt ihr in Zweiteren durch die absolut leblosen Lüfte von Metro City, um durch gekennzeichnete Portale zum nächsten Einsatzort transportiert zu werden. Die Gesamtspielzeit des Spiels beläuft sich mit all diesen Intermezzos auf knappe 4 Stunden – inklusive der Zwischensequenzen, die nicht übersprungen werden können.

Technisch zeigt sich Astro Boy eher mittelmässig, die Grafik vermittelt aber gerade durch die gezeigte Einfachheit in Form und Farbe einen gewissen Cartoon-Touch. Gewürzt wird die visuelle Seite mit wenigen netten Effekten, die aber wohl heutzutage niemanden mehr in Staunen versetzten werden. Die Zwischensequenzen werden von den englischen Originalsprechern der gleichnamigen TV-Serie untermalt, was den typisch kindlich-skurrilen Look des Titelhelden zusätzlich unterstreicht. Ansonsten werdet ihr akustisch von passenden, wenn auch unbedeutenden Musikstücken begleitet.

Eingetragen von jh
am 28.02.2005 17:04

Fazit

Fassen wir zusammen: Astro Boy besteht aus der Aneinanderreihung von neun abwechslungslosen Bosskämpfen, welche durch langatmige Flug- und Zwischensequenzen voneinander getrennt werden. Angesichts der daraus resultierenden, unglaublich kurzen Spielzeit kann von Dauerspass keine Rede sein. In Verbindung mit der zwar soliden, aber keinesfalls hübschen Grafik können wir vor dem Kauf nur warnen. Wie ein solches Spiel die Qualitätskontrollen bei den Entwicklern von Team Sonic passieren konnte, wird wohl für immer ein Rätsel bleiben.

Wertung

Gameplay
3.1
Langzeitmotivation
2.7
Präsentation
3.8
Grafik
6.0
Sound
6.5
Total
3.2
Schlecht
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Game Info

  • Genre: Action
  • Entwickler: Team Sonic
  • Publisher: Sega
  • Spieler offline: 1

Leserwertung

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