FIFA Street

FIFA Street Test / Review

"It all started in the streets"

Die "Street" Reihe von Electronic Arts geht in die nächste Runde. Nach dem kürzlich getesteten NFL Street und dem kommenden Review von NBA Street V3, kehren wir nun in die Hinterhöfe Rio de Janeiro's ein, wo zukünftige Ronaldo's und Carlos' gezüchtet werden.

Viele Superstars der heutigen Spitzenmannschaften begannen ihre Karriere in den Hinterhöfen der Grosstädte. Allen voran natürlich die brasilianischen Spitzenstürmer, die in den Slums von Sao Paulo und Rio ihr Talent entdeckten. Das Lebensgefühl dieser Strassenmatches versucht EA-Big in FIFA Street unterzubringen. Abseits von prall gefüllten Stadien, saftigen grünen Wiesen und einheitlichen Trikots tragen kleine Teams von 3 Spielern und 1 Torhüter ihre Partien aus. Als Zuschauer dienen Passanten, als Stadion ein mehr oder weniger intakter Zementplatz und als Ball, ja was halt gerade zu finden ist. Wie in jedem Fussballspiel ist natürlich auch hier das Ziel, Tore zu schiessen. Der Fokus liegt aber eher auf der Art und Weise wie ihr den Ball ins Netz bewegt. Wer jemals Ronaldinho in Action gesehen hat, weiss was ich meine. Mit unzähligen Tricks wirbelt ihr an euren Gegnern vorbei, macht einen Doppelpass mit Hilfe der Wand an der Spielfeldgrenze, hebt den Ball übers Feld dem Mannschaftskollegen zu, der die Kugel elegant per Fallrückzieher ins Tor befördert. Während solche Szenen in normalen Fussballspielen, ziemlich selten sind, gibt’s in FIFA Street haufenweise davon. Damit das Spiel nicht zu kompliziert wird, wurde der rechte Analog Stick als "Trickstick" definiert. Steht in der Nähe eures Gegenspielers, bewegt ihr entweder den Stick in eine der 10 möglichen Richtungen, oder drückt die Dreiecktaste um lässig am "Feind" vorbeizuziehen. Reagiert dieser nicht rechtzeitig, lauft ihr einerseits ungehindert dem Tor entgegen, während sich gleichzeitig die "Gamebreaker"-Leiste füllt. Falls ihr ca. 15'000 Punkten gesammelt habt, erhaltet ihr die Möglichkeit, per L1+Kreistaste einen für den Torhüter fast unhaltbar starken Schuss abzugeben.Dank des einfachen Pad-Layouts geht die Steuerung ziemlich gut von der Hand. Jedoch hat man das Gefühl, dass die Spieler oft leicht verzögert reagieren, was es besonders in kritischen Situationen alles andere als leicht macht. Ebenfalls mühsam ist, dass der Spieler oft eine Ewigkeit benötigt um nach einem Slidetackle aufzustehen. Steht uns Fussballer endlich wieder, ist der Gegner mit dem Ball längst wieder über alle Berge.

In FIFA Street gibt es neben einem Freundschaftsspiel- auch einen Turniermodus. In diesem kreiert ihr zuerst einen eigenen Spieler, den ihr mit verschiedenen Stärken ausstatten dürft und habt zudem die Möglichkeit ihn einzukleiden. Da gibt es neben vielen Nike- und Adidasprodukten auch EA-Eigenkreationen die ihr beliebig mit Farben und Logos versehen dürft. Natürlich fehlen Accessoires wie Fussballschuhe, Socken, Hüte, Sonnenbrillen, Tattoo’s und Handschuhen ebenso wenig wie die Möglichkeit das Gesicht eures Akteurs nach belieben zu definieren. Mit beschränktem Budget spielt ihr dann einige kurzen Spiele, bis genügend Geld zu Verfügung steht, um an den landesspezifischen Wettbewerben teilzunehmen. Gewinnt ihr, gibt’s einiges an Kohle für euer Team. Diese könnt ihr entweder in Attribute für euren Spieler umwandeln, oder gegen einen gewissen Betrag versuchen neue Spieler zu erwerben. Dabei handelt es sich natürlich nicht um einen unbekannten Hinterhofkicker, sondern um echte Fussballstars. So könnt ihr bereits nach einigen Spielen, Akteure wie Crespo und Rivaldo zu euren Stammspielern zählen. Gleichzeitig schaltet ihr immer neue Fussballplätze frei: Rio de Janeiro, Rom, New York, Lagos, Amsterdam, Berlin usw. – So nett das alles auch klingt, leider wird der Hinterhoffussball ziemlich schnell öde. Zu diesem Misstand trägt besonders die ziemlich beschränkte K.I. der Fussballer bei. Wenn sie alleine vor dem Tor stehen, passen sie zurück an einen Mitspieler, der am anderen Ende des Feldes steht. Auch eure Mitspieler sind nicht gerade klug wenn’s ums taktisch geschickte Freilaufen geht – sie warten einfach bis ihr selbst vor dem Tor steht. Da kann einem die Freude schnell vergehen. Nichts desto trotz, mögen besonders die coolen Tricks und Torschüsse immer wieder gefallen.

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Game Info

  • Genre: Sport
  • Entwickler: EA BIG
  • Publisher: Electronic Arts
  • Spieler offline: 4

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