
Gran Turismo 4
Gran Turismo 4 Test / Review
The Drive of your Life!
Wenn eine Rennspiel-Serie diesen Untertitel verdient hat, dann mit Sicherheit Sonys Gran Turismo. Seit dem ersten Teil, welcher 1998 für die Psone erschien, ist der Entwicklername Polyphony Digital wohl jedem Konsolenspieler mit Freuude an schnellen Boliden ein Begriff. Mit der höheren Hardwarepower der PlayStation2 brachte man Mitte 2001, nach etlichen Verschiebungen und einem zweiten Teil für die PS1, mit Gran Turismo 3 die weltweite Zockergemeinde durch zuvor nie dagewesener Optik zum Staunen. Die Wartezeit bis zur nächsten Episode konnten sich die Fans mit GT Concept und dem eher kurzen GT4 Prologue versüssen. Doch vier Jahre nach GT3, am heutigen Datum, soll all dies mit dem neusten Teil in den Schatten gestellt werden...
Wie bei allen bisherigen Titeln (mit Ausnahme von GT Concept und Prologue natürlich) wurde auch GT4 in zwei Spielmodi unterteilt: "Arcade" und "Gran Turismo". Für schnelle Rennen oder ein kurzes Zeitfahren bietet sich Erstgenannter an. Nach der Wahl der Strecke, von welchen volle 50 Stück mit entsprechenden Erfolgen freigespielt werden können, einem geeigneten Wagen und wenigen Einstellungen zu Rundenzahl sowie Bereifung geht’s direkt ins Rennen. Im Arcade-Modus warten zusätzlich die Mulitplayer-Optionen auf eine geeignete Anzahl PS2-Rennfahrer. Entweder zu zweit via Splitscreen oder mit bis zu sechs Teilnehmern in einem lokalen Netzwerk ermittelt ihr den wahren GT-Champion.
Der Hauptteil des Spiels bildet aber nach wie vor der "Gran Turismo" Karrieremodus. Mit einem geringen Startkapital von 10'000 Credits startet ihr euer Rennfahrerleben. Spieler, die noch einen alten GT3 Spielstand auf ihrer Memory Card haben, können auf Wunsch einmalig weitere 100'000 Geldeinheiten durch laden dieses Spielstandes ihrem Startkapital beifügen. Bei einem Gang zu den über 80 Autoherstellern wird aber schnell klar, dass ein schöner Neuwagen euer Budget deutlich übersteigt. Damit ihr nun nicht zu Fuss bei eurem ersten Rennen antreten müsst, ist ein Besuch bei einem der drei neuen Gebrauchwagenmärkten (Wagen aus den 80ern, frühen und späten 90ern) Pflicht. Das ständig wechselnde Angebot dieser Händler verschafft euch eine beachtliche Auswahl an potentiellen Schnäppchen. Wie im richtigen Leben ist das Preisvergleichen aber unerlässlich: Lasst euch ja kein überteuertes Vehikel mit zu hohem Tachostand andrehen! Der Occasionshandel war zwar beim dritten Teil nicht vorhanden, wirklich neu ist er allerdings nicht: Schon in Gran Turismo 2 konnten Neulinge hier ihre ersten Wagen günstig erwerben.
So ausgestattet könnt ihr euch gut in die ersten Sonntagsrennen wagen. Für grössere Coups benötigt ihr aber entsprechende Rennlizenzen, welche sich in 5 Klassen à 16 Fahrtests unterteilen. Wie gehabt müsst ihr hier fahrerische Aufgaben innerhalb eines Zeitlimits meistern. Je nach verwendeter Zeit werdet ihr mit einer Bronze-, Silber- oder Goldauszeichnung belohnt. Für so bestandene Lizenztests winken je nach Gesamtwertung zusätzlich spezielle Wagen als Preis. Mit den entsprechenden Lizenzen im Gepäck lässt man euch dann an den Amateur- und Profievents teilnehmen. Meist sind diese aber mit gewissen Beschränkungen versehen. So müsst ihr für gewisse Rennen beispielsweise mit einem Frontantriebler, Kleinwagen oder einem Boliden aus Europa antreten, um Teilnahmeberechtigt zu sein.
Game Info
- Genre: Rennspiel
- Entwickler: Polyphony Digital
- Publisher: SCEE
- Spieler offline: 6



