
Cold Fear
Cold Fear Test / Review
Eine ganz und gar nicht lustige Seefahrt…
Ein schwerer Tag für US-Küstenwächter Tom Hansen: Nicht nur, dass er bei einem mörderischen Sturm ausrücken muss, um die Besatzung eines russischen Wahlfängers zu retten. Auf dem Schiff angekommen wird er zudem von den scheinbar verängstigten Seemännern mit Waffengewalt attackiert. Schnell wird klar, dass der Kutter nicht nur dem Walfang diente, sondern auch für geheime Experimente genutzt wurde. Und schon nach den ersten Schritten in den Kajüten und den Angriffen der von Parasiten befallenen, entstellten Crew wird der Sturm zu eurem kleinsten Problem…
Fortan kämpft ihr euch mit einem langsam wachsenden Waffenarsenal und einer lichtspendenden Taschenlampe durch die schaurigen, zombieverseuchten Räume des heruntergekommenen Fischkutters. Da die Cold Fear Kontrahenten weitaus agiler sind als die langsam schlurfenden Zombies aus Capcoms Resident Evil, spendierten euch die Entwickler zwei verschiedene Kameraperspektiven, zwischen denen ihr jederzeit wechseln dürft. Durch einen Druck auf die linke Schultertaste positioniert sich die virtuelle Kamera aus der entfernten Beobachterperspektive flink über der Schulter des Protagonisten. In dieser Einstellung nehmt ihr die anrückenden Feinde dank Laserpointer ins Visier und versucht nach Möglichkeit einen Kopfschuss zu landen - nur so stoppt ihr die Zombies auch dauerhaft. Leider ist dies leichter gesagt als getan, denn das Zielvisier ist äusserst ungenau und schwammig ausgefallen. Oftmals kommt das Gefühl auf, dass der gelungene Kopfschuss reine Glücksache ist. Immerhin könnt ihr durch Körpertreffer die Kontrahenten eine Weile ruhigstellen, um sie daraufhin mittels Fusstritt ins Nirwana zu befördern.
In Zusammenhang mit den Waffen liefert Entwickler Darkworks mit der Zombie-Lock-Harpune eine nette Idee: Die verschossenen, grün fluoreszierenden Pfeile locken die verseuchten Widersacher gnadenlos an. Versammelt sie so taktisch Klug an einem Treibstofffass, um dieses danach mit einem gezielten Schuss in die Luft zu sprengen. Oder hetzt die Untoten auf russische Söldner, welche euch ebenfalls nicht freundlich gesinnt sind, und beobachtet das Gemetzel aus sicherer Entfernung.
Bedauerlicherweise leidet das Spiel aber unter einigen groben Design-Fehlern, welche sich sehr negativ auf die Spielbarkeit auswirken. Allen voran das komplette Fehlen einer Kartenfunktion, wodurch ihr euch trotz der übersichtlichen Architektur häufig mit gewissen Orientierungsproblemen konfrontiert seht. Besonders ärgerlich wird dies, wenn ihr durch plötzlich versperrte Türen eine alternative Route zu einem gewissen Ziel suchen müsst. Ebenfalls vergeblich sucht man ein Inventar. Ihr seid damit auf die Habseligkeiten der toten Freunde und Feinde angewiesen. Gefundene Medipacks können also nur an Ort und Stelle verwendet oder liegengelassen werden. Dummerweise steht aber hinter der Verteilung der Items ein Zufallsprinzip, weshalb ihr nie mit dem Auffinden von Munition oder Medizin rechnen könnt.
Game Info
- Genre: Survival-Horror
- Entwickler: Darkworks
- Publisher: Ubisoft
- Spieler offline: 1



