Devil May Cry 3

Devil May Cry 3 Test / Review

Schon nach den ersten Metern als Dante werdet ihr feststellen, dass beim Titel sehr viel mehr Wert auf Action als auf Puzzleelemente gesetzt wurde. In den atemberaubend dargestellten Schauplätzen dürft ihr die Bösewichte fast beliebig quer durchs Level schlagen. Besonders nett ist natürlich nach wie vor die Möglichkeit, die Gegner per herzhaften Schwert-Uppercut nach oben zu befördern, nur um sie anschliessend in der Luft weiter zu bearbeiten. Wie bereits geschrieben, verfügt DMC3 aber auch über kleinere Rätsel. Diese sind aber nicht sonderlich forderend, bringen aber dennoch etwas Abwechslung in die knallharten Prügelsequenzen. Oft müssen spezielle Masken gefunden werden, die als Schlüssel zur nächsten Etappe dienen aber auch kleine "Schalterrätsel“. Beendet werden die verschiedenen Spielabschnitte jeweils per Kampf mit dem Oberbösewicht. Diese Dämonen sind in der Regel ziemlich harte Brocken, die nur nach einem bestimmten Schema zu schlagen sind. Als Dank für deren Entsorgung gibt’s neue Waffen, die bereits im nachfolgenden Level eingesetzt werden können. Wer sich erfolgreich durch die 20 Levels geschossen und geprügelt hat, wird neben diversen Extras wie zusätzlichen Kostümen und Full-Motion-Videos auch mit neuen Schwierigkeitsgraden belohnt.

Grafisch ist Devil May Cry 3 hervorragend gelungen. Die Farben sind satt und leuchtend, die Levels sind unglaublich detailliert und abwechslungsreich und die Figuren wundervoll animiert. Auch die besonders in Bosskämpfen eingesetzten Effekte sind extrem eindrücklich. So erhellen zuckende Blitze ganze Räume mit Licht, Eisblöcke zerschmettern am Boden und bringen den Bildschirm zum Schaukeln und so weiter. Besonders hervorheben möchte ich einen wirklich coolen Schatteneffekt: Erspielt ihr euch das Devil-Kostüm, nimmt euer Schatten die Form des Teufels an! Wie ihr seht hat Capcom wirklich alle Register gezogen, um Devil May Cry zu einem Erlebnis zu machen, das Spieler vor Begeisterung an den Bildschirm fesselt. Die Kehrseite dieser Medaille ist aber leider auch in diesem Spiel die Kameraführung. Die fix eingestellte Kamera lässt sich nur minimal rotieren und nervt besonders in engen Räumen immer wieder. Möglicherweise wäre aber die Atmosphäre des Titels bei einer frei schwenkbaren Kamera etwas verloren gegangen. Gilt aber zu sagen, dass die Kamera-Problematik beim Spektakel auf dem Bildschirm zu verschmerzen ist.

Auch musikalisch gehört DMC3 zu den Spitzentiteln der letzten Monate. Bei normalem Spielverlauf werdet ihr mit schöner Orchestermusik begleitet. Treten jedoch Gegner auf, setzen aggressive Heavy-Metal Klänge ein. Dieses Musikstück wiederholt sich zwar immer wieder, dies fällt aber beim Gemetzel auf dem Schirm nicht sonderlich auf. Ebenfalls überzeugen können die harten Gitarrenriffs, die euch bei den Bosskämpfen in die richtige Stimmung bringen werden. Aber auch die normalen Soundeffekte, sowie die vorzügliche Wahl der Akteur-Stimmen passen perfekt.

Eingetragen von ae
am 10.03.2005 14:31

Fazit

Noch nie konnte mich ein Actiontitel von Beginn weg so in seinen Bann ziehen wie DMC3. Was Capcom spielerisch, grafisch aber auch musikalisch hier abliefert, verdient höchste Anerkennung. Klar ist der Titel nicht frei von Fehlern, so wie beispielsweise der mühsamen Kameraführung oder die nicht gerade überragende Spieldauer. Trotzdem hat sich Capcom unseren Editors Choice redlich verdient! Actionfans sollten zugreifen!

Wertung

Gameplay
8.7
Langzeitmotivation
8.3
Präsentation
8.9
Grafik
9.2
Sound
9.0
Total
9.0
Genial
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Game Info

  • Genre: Action-Adventure
  • Entwickler: Capcom
  • Publisher: Capcom
  • Spieler offline: 1

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