TimeSplitters: Future Perfect

TimeSplitters: Future Perfect Test / Review

Multiplayer hui, Singleplayer pfui?

Was tun, wenn böse Aliens im Jahr 2401 die Erde angreifen? – Klar, ein Zeitsprung zurück zum Ursprung der Monsterplage! So verschlägt es den sympathischen Space Marine Cortez in verschiedene Epochen der menschlichen Zeitrechung. Anfangs noch im Jahre 1924 auf einer schottischen Burg unterwegs, infiltriert ihr 1969 eine russische Militärbasis, geht Ende des 20. Jahrhunderts auf Geisterjagd in einem alten Schloss oder schlagt 2052 einen Mutantenaufstand nieder. In den elf verschiedenen Missionen kann Cortez nicht nur auf ansässige Helfer zählen, sondern nimmt über ein Wurmloch auch Kontakt mit sich selber auf. Diese zeitparadoxen Zusammentreffen (man erinnere sich an "Zurück in die Zukunft“) sorgen nicht selten für ausgesprochen humorvolle Zwischensequenzen.

Damit die lineare Balleraction nicht zu schnell eintönig wird, unterscheiden sich die verschiedenen Szenarien nicht nur im Aussehen deutlich voneinander. Auch die Bewaffnung variiert in den verschiedenen Zeitabschnitten. Könnt ihr Anfang 2400 noch auf Laserwaffen und Plasmawerfer zählen, müsst ihr 1969 mit klassischen Gewehren und groben Maschinenpistolen auskommen. Immerhin euer Uplink-Handschuh begleitet euch durch alle Epochen. Mit diesem nützlichen Utensil könnt ihr zum einen telekinetisch Gegenstände auf Kontrahenten schleudern und Schalter aus grosser Entfernung bewegen, zum anderen zeigt es auf Wunsch eine holographische Karte der Umgebung an.

Obwohl die Entwickler durch die Einbindung von Fahrzeugen und speziellen Aufgaben, wie beispielsweise das Bedienen eines Krans oder das Aktivieren von verschiedenen Generatoren, versuchten zusätzlich Abwechslung ins Spiel zu bringen, zeigt das Leveldesign an vielen Stellen merkliche Schwächen. Nicht selten wirken gewisse Passagen wie aus einem (sehr simplen) "Baukasten“. Unterstrichen wird dieses Gefühl zusätzlich von dem dezent eintönigen Kampfverlauf. Das dritte TimeSplitters bringt zwar gnadenlose Nonstop-Action auf den heimischen Bildschirm, nach einer gewissen Spielzeit macht sich jedoch eine gewisse Ermüdung bemerkbar.

Neben der Story, welche auch zu zweit via Co-Op Modus gemeistert werden kann, warten jedoch noch zahlreiche Modi auf gewillte Solospieler. Im Arcade Modus könnt ihr gegen verschieden starke Bots in die Arena steigen, um Medaillen zu ergattern, oder ihr wagt euch an die Herausforderungen, die in teilweise kuriosen Aufgaben auch Profis mit Sicherheit fordern werden. Durch entsprechende Erfolge wird auch ein Grossteil der versteckten Charaktere und Features für den Mehrspielermodus freigespielt. Immerhin ganze 150 Figuren warten darauf, von euch entdeckt zu werden.

Womit wir auch schon zum Multiplayer kommen. Bereits TimeSplitters 2 konnte gerade in diesem Sektor trotz fehlendem Online-Support vollends überzeugen. Dank zahlreichen Spielmodi und Anpassungsoptionen bietet auch Future Perfect gerade mit mehreren menschlichen Kontrahenten eine Menge an Spielspasspotential. Zum bereits bekannten 4-Spieler Splitscreen gesellt sich nun auch die Möglichkeit, gegen maximal 15 Gamer über das Internet oder ein lokales Netzwerk anzutreten. Darauf haben die Fans der Vorgänger gewartet! Bleibt aber noch zu sagen, dass TimeSplitters kein SOCOM ist: Hier steht die schnelle Action im Vordergrund. Wer sich taktische Finessen wünscht, wird womöglich enttäuscht.

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Game Info

  • Genre: Egoshooter
  • Entwickler: Free Radical
  • Publisher: Electronic Arts
  • Spieler offline: 4
  • Spieler online: 16

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