
God of War
God of War Test / Review
Auf zur grandiosen Götterjagd!
Es mussten schon viele altertümliche Geschichten als Hintergrund für die Story eines Videospiels Pate stehen. Die griechische Mythologie allerdings wurde in der aktuellen Konsolengeneration noch von keinem Entwicklerteam aufgegriffen. Dieser Trend wird nun von den Entwicklern der Sony Cambridge Studios mit God of War gebrochen. Aber nicht nur dadurch setzt sich das epische Action-Adventure von anderen Genrevertretern ab.
God of War erzählt die Geschichte des spartanischen Kriegers Kratos. Das Spiel beginnt mit dem (scheinbaren) Ende der Storyline, in welcher sich der muskelbepackte Held von einem Berg stürzt. Bevor wir aber Zeuge vom Tod des sichtlich gezeichneten Kämpfers werden, setzt die Erzählerstimme ein und wir werden abrupt um 3 Wochen in der Zeit zurückversetzt. Von den Göttern des Olymps hat Kratos den Auftrag erhalten, die Zerstörung von Athen durch Gott Ares (den "Gott des Krieges“) zu verhindern. Doch die einzige Möglichkeit als Sterblicher einen Gott besiegen zu können, ist der Besitzt der Box von Pandora, einer mächtigen Waffe vor deren Kraft selbst Götter sich beugen müssen. Und so macht ihr auf die Suche nach der legendären Waffe.
Anfänglich noch mit wenig Hintergrundwissen über den Protagonisten und dessen Motivation den Göttern zu dienen ausgestattet, wird dem Spieler der Leidensweg des grimmigen, scheinbar unbarmherzigen Kriegers nach und nach offen gelegt. Auch wenn die Story grundsätzlich eher simpel gestrickt ist, versprüht das Spiel dank dem geschickten Aufbau eine unverhoffte Anziehungskraft, die nächsten Geschehnisse zu erleben.
Um Kriegsgott Ares und seinen Schergen entgegentreten zu können, muss selbst ein starker Feldherr wie Kratos einen Griff in die Waffenkammer tätigen. Neben den anfänglichen "Blades of Chaos“, einer Art Kurzsäbel, die mit Ketten an den Armen des Helden befestigt sind, stellen euch die Götter des Olymps an verschiedenen Punkte der Reise weitere Argumentationsverstärker zur Verfügung. So komplettiert sich das Arsenal bis zum Ende auf drei Waffen und vier Zaubersprüche. Während euch Zeus beispielsweise die Fähigkeit gibt, Blitze zu schleudern, drückt euch Artemis ein mächtiges Schwert in die Hände. Ähnlich wie in Onimusha können diese mit den gesammelten roten Orbs, die von besiegten Feinden und zerschlagenem Inventar zurückgelassen werden, zusätzlich in mehreren Stufen verbessert werden: Grössere Reichweite, mehr Schaden sowie neue Moves und Combos winken den fleissigen Sammlern als Belohung.
Die Upgrades habt ihr nicht nur Kampf gegen allerlei Sagenkreaturen wie Hydras, Minotauren, Zombiekriegern und Sirenen bitter nötig. Besonders aber in den spektakulären Bossfights rettet ein starker Zauberspruch zur richtigen Zeit nicht selten vor dem frühzeitigen Ableben. Die einfach gehaltene Steuerung hat man bereits nach den ersten Spielminuten verinnerlicht. Damit die Kämpfe nicht in endlosem Buttongehämmere enden, lockern viele kontextsensitive Moves das Geschehen auf: Bestimmte Gegnertypen können in geschwächtem Zustand mit Spezialattacken schneller besiegt werden, was mit einem Buttonsymbol über deren Köpfen illustriert wird. Drückt ihr den entsprechenden Button in unmittelbarer Nähe des markierten Kontrahenten, findet ihr euch in einer Art Minigame wieder, bei dem beispielsweise ein gewisser Knopf möglichst schnell bearbeiten sollt oder eine aufblinkende Buttonkombination rhythmisch eingegeben werden muss. Im Hintergrund könnt ihr bei gelungener Eingabe extravagante Kampftechniken von Kratos beobachten.
Game Info
- Genre: Action-Adventure
- Entwickler: Sony Cambridge Studios
- Publisher: SCEE
- Spieler offline: 1



