Death by Degrees

Death by Degrees Test / Review

Nina Williams für einmal nicht 1 vs. 1

Es war nur eine Frage der Zeit, bis ein Tekken Charakter von Entwickler Namco mit einem eigenen Spiel gewürdigt wird. Immerhin kann die Beat’em Up Serie bereits seit Jahren auf einen sehr hohen Bekanntheitsgrad zählen. Die Wahl für den ersten Soloauftritt viel auf die Profikillerin Nina Williams, welche nicht zuletzt durch ihre lasziven Kostüme bei der männlichen Spielergemeinschaft für Aufsehen sorgte.

Ninas Aufgabe besteht darin, an der Seite von diversen Topagenten der CIA und des MI6 die terroristischen Machenschaften auf dem Luxuskreuzer Amphitrite aufzudecken sowie den Drahtziehern einen dicken Strich durch die Rechnung zu machen. Neben zahllosen Kontrahenten hält der Dampfer auch einige Rätsel im typischen "Resident Evil“ Stil ("Setzte Gegendstand A in bei B ein und öffne damit Tür C“) für euch bereit. Erfahrene Action-Adventure Spieler werden von den Denkaufgaben wohl zu keiner Zeit wirklich gefordert. Grössere Probleme verursachen da die oftmals unklaren gestellten Missionsziele, so dass ihr nicht selten eine grössere Zeitspanne mit der Suche nach einem gewissen Raum verbringt. Die einblendbare Karte hilft in solchen Situationen bedauerlicherweise ebenfalls kaum.

Tekken gehört nicht zuletzt dank der eingängigen Steuerung und der grossen Aktionsvielfalt zu den besten Fighting-Games. Umso mehr verwunderte es mich, dass Namco bei Death by Degrees auf eine völlig andere Steuerung zurückgreift: Nina verteilt ihr Schläge und Tritt nicht länger über die vier Aktionstasten, sondern wie schon bei "Rise to Honour“ durch das Bewegen des rechten Analog Sticks in Richtung des Kontrahenten. Wer unser Review zu dem oben genannten Titel gelesen hat, wird wissen, dass wir von dieser Art der Schlagsteuerung alles andere als begeistert waren. Bedauerlicherweise ändert sich dies auch mit dem Erscheinen von Namcos Tekken-Ableger nicht. Man hat als Spieler nach wie vor das Gefühl, dass kaum Einfluss auf die Art des Schlages genommen werden kann - Wirklich differenzierte Angriffe werden damit verunmöglicht. Die zeitweise chaotischen Kameraeinstellungen verunmöglichen ausserdem vielerorts exakte Treffer.

Neben den Standardschlägen kann Nina auch diverse Nahkampf- sowie Distanzwaffen aufnehmen, die sich mit zunehmender Einsatzzeit abnützen und schliesslich unbrauchbar werden. Einen entscheidenden Vorteil bringen die Argumentationsverstärker im Kampf jedoch kaum. Als effektiver erweisst sich der Critical Strike: Bei Feindkontakt füllt sich nach und nach eine erweiterbare Combo-Anzeige. Habt ihr genügend Energie gesammelt, schaltet ihr auf Wunsch in eine Röntgenansicht, wie sie viele aus "Romeo Must Die“ bekannt sein wird, um das Terroristenpack direkt an ihren markierten Schwachpunkten zu treffen.

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Game Info

  • Genre: Action-Adventure
  • Entwickler: Namco
  • Publisher: SCEE
  • Spieler offline: 1

Leserwertung

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