Medal of Honor: European Assault

Medal of Honor: European Assault Test / Review

Zurück an der europäischen Front

Im neusten Spross der bekannten Egoshooter Serie übernehmt ihr einmal mehr die Rolle eines amerikanischen Soldaten um den Nazis das Fürchten zu lehren. In der Haut von Leutnant William Holt startet ihr in St. Nazaire euren Feldzug quer durch Europa. Die elf Missionen führen euch dabei durch die wichtigsten Schlachten des Zweiten Weltkriegs in Frankreich, Nordafrika, Stalingrad und Belgien zwischen 1942 und 1944. Die Hintergrundgeschichte wird in diversen Zwischensequenzen durch eine Mischung von realem Filmmaterial und Rendersequenzen weitererzählt. Wie von EA nicht anders gewohnt, bewegt sich die Präsentation auf gewohnt hohem Niveau und wird euch mit Sicherheit schnell in ihren Bann ziehen.

Im Gegenteil zu den Vorgängern geniesst man bei European Assault deutlich mehr Freiheit beim Erfüllen der Aufträge. Ihr bekommt zwar stets einige Primärziele vorgesetzt, die zum erfolgreichen Abschluss der Mission zwingend vollendet werden müssen. Darüber hinaus locken aber gerade erfahrenere Spieler zahlreiche Nebenaufgaben, die teilweise sogar selbst aufgespürt werden müssen. Als Annerkennung für eure freiwilligen Bemühungen heimst ihr nicht nur bessere Abschlussbewertungen ein, sondern werdet auch mit zusätzlichen Medikits und Wiederbelebungen belohnt. Insgesamt hat man als Spieler dadurch wesentlich weniger das Gefühl auf einer festen Route durch die Levels getrieben zu werden. Das Level- und Missiondesign erlauben ein sehr viel freieres Vorgehen als in den beiden Vorgängertiteln.

Ebenfalls neu bei Medal of Honor ist die Möglichkeit, eine kleine Gruppe verbündeter Soldaten zu befehligen. Meist habt ihr drei CPU-gesteuerte Kameraden zur Seite, deren Laufweg ihr auf Tastendruck dirigieren könnt. Dadurch kommt ein willkommener Schuss Taktik ins ansonsten sehr actionlastige Gameplay. Nicht selten habt ihr ohne die Hilfe eurer Waffenbrüder an gewissen Stellen kaum eine Chance. Sorgt also besser durch die Versorgung der Kollegen mit Medipacks dafür, dass sie bis zum Schluss am Leben bleiben.

Etwas enttäuschend fällt die Spielzeit des Games aus. Zwar werdet ihr schon im normalen Schwierigkeitsgrad stellenweise stark gefordert, nach acht Stunden sehen jedoch mit Sicherheit alle Spieler das Ende der letzten Mission. Ehrgeizige Naturen halten zwar das Erfüllen aller Nebenaufträge und die höheren Schwierigkeitsgrade noch länger an der Konsole, der Durchschnittspieler wird diese Herausforderung aber kaum eingehen. Auch der Multiplayermodus wird durch das Fehlen einer Online-Option kaum für längerfristige Motivation sorgen.

Grafisch zeigt European Assault leider sowohl Stärken als auch Schwächen: Die Schauplätze wurden ansprechend gestaltet, die Bildrate bleibt auch bei hohem Gegneraufkommen erfreulich stabil und ansprechende Explosions- oder Lichteffekte sorgen für die nötige Stimmung. Negativ fallen bedauerlicherweise die undetaillierten, kantigen Charaktermodelle sowie eine teilweise etwas triste Texturierung auf. In diesen Belangen hätte dem Titel ein wenig mehr Feintuning sehr gut getan.

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Game Info

  • Genre: Egoshooter
  • Entwickler: EA Los Angeles
  • Publisher: Electronic Arts
  • Spieler offline: 4

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