Batman Begins

Batman Begins Test / Review

Die Rückkehr von Gotham’s Fledermausmann

Die Geschichte hinter dem Videospiel bleibt der Filmvorlage hundertprozentig treu. So dürfen alle Fledermausfans die wichtigsten Ereignisse des neusten Leinwandauftritts von Gotham Citys schwarz gekleidetem Rächer selber nachspielen. Zwischen den einzelnen Szenarien treiben kleinere Ausschnitte aus dem Film und Zwischensequenzen in Spielegrafik die Story voran. Genau das, was man von einer Filmumsetzung erwartet.

Zumal die letzten Games mit dem Fledermausmann hauptsächlich unkomplizierte (Prügel-) Action boten, erinnert Batman Begins eher an die Auftritte von Schleichexperte Sam Fisher aus Splinter Cell. Einer direkten Konfrontation mit mehr als zwei bösen Buben solltet ihr wenn immer möglich aus dem Weg gehen, da eure Überlebenschancen dabei nur sehr gering ausfallen. Auf Knopfdruck schleicht ihr deshalb in geduckter Haltung leise durch die dunklen Ecken der Levels und fallt den Kontrahenten mit lautlosen Angriffen in den Rücken. Dank des nützlichen Radars am unteren Ende des Bildschirms erkennt ihr nahe Wachen frühzeitig. Gefährlichere Gegner mit Schusswaffen, die vornehmlich zuerst ausgeschaltet werden sollten, werden ferner durch eine rote Kennung hervorgehoben.

Ebenfalls merklich von anderen Stealth-Games inspiriert zeigt sich das akrobatische Talent des Protagonisten. So könnt ihr Zäune hochklettern, euch an Kanten hochziehen und an Rohren entlanghangeln – wer den bereits erwähnten Titel aus dem Hause Ubisoft kennt, wird sich schnell heimisch fühlen. Die Levels wurden diesen Moves entsprechend designt, fordern vom Spieler aber nur ein minimales Mass an Kombinationsgabe. Meist ist der richtige Weg auf den ersten Blick in die Umgebung ersichtlich und die Aufgabenstellung beschränkt sich somit trotzdem auf eher simples "Gehe von Punkt A zu Punkt B“. Immerhin sind aber selten Alternativrouten zu finden, die das Weiterkommen zusätzlich vereinfachen können.  

Der Einsatz von Gadgets wie Batrang, Rauch- oder Blitzgranaten ist leider nicht frei wählbar. Nur an bestimmten, durch Markierungen gekennzeichneten Orten dürft ihr die nützlichen Helfer einsetzten. Zwischen den Zielen kann mittels des Steuerkreuzes hin- und hergeschaltet werden. In den meisten Fällen werden diese Waffen dazu verwendet, die Patrouillen durch gezielte Manöver in Angst zu versetzten, deren "Panik-Level“ durch eine separate Anzeige verdeutlicht wird. Eingeschüchterte Gegner lassen dann schon mal die Waffen fallen oder lösen die Gruppierung auf, was euch die direkten Kämpfe mit Schlägen und Tritten natürlich ungemein erleichtert. In regelmässigen Abständen nutzt ihr geschwächte Widersacher ausserdem als Informationsquelle – ein paar feste Hiebe haben noch jeden Ganoven zum reden gebracht. Bedauerlicherweise zwingen euch die Entwickler stets eine feste, grösstenteils gleiche Vorgehensweise auf. Der Einsatz von Batrang und Co. sowie die Verhöre der Kontrahenten verkommen durch die fehlende spielerische Freiheit spätestens nach dem dritten Level zum abwechslungsarmen, ermüdenden Prozedere.

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Game Info

  • Genre: Action-Adventure
  • Entwickler: Eurocom
  • Publisher: Electronic Arts
  • Spieler offline: 1

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