Destroy All Humans!

Destroy All Humans! Test / Review

Die Invasion von Aliens ist für erfahrene Gamer wohl kaum ein unbekanntes Szenario. Doch während der Spieler mehrheitlich die Rolle des menschlichen Helden übernimmt, der mit Waffengewalt und/oder übermenschlichen Kräften den feindlichen Invasoren ordentlich in den Allerwertesten tritt, stellt man sich bei dem neusten Produkt von Publisher THQ für einmal auf die andere Seite.

In der gräulichen Haut des Extraterrestrischen Crypto sorgt ihr auf dem blauen Planeten für Zerstörung und Schrecken unter der Bevölkerung. Ganz und gar grundlos ist der Besuch jedoch bei weitem nicht: Zum einen soll Crypto seinen auf der Erde abgeschossenen Vorgänger aufspüren, wobei hier die bekannte Geschichte der Ufosichtungen in Roswell humoristisch aufgegriffen wird, zum anderen muss er für DNS-Nachschub sorgen, denn durch ständiges Klonen leidet das vorhandene Genmaterial der Ausserirdischen zusehends.

Die Entwickler haben sich beim Konzept unübersehbar an den Science-Fiction B-Movies der 50er-Jahre wie "Gefahr aus dem Weltall“, "Der Tag an dem die Erde stillstand“ oder "Tarantula“ orientiert. Nicht nur, dass Destroy All Humans! im Amerika dieser Zeit spielt, auch die Zwischensequenzen, Ladescreens oder Sprachausgabe erinnern sofort an die entsprechenden Filme. Kenner der Materie werden auch häufig witzige Anspielungen auf die scheinbaren Leinwandvorbilder entdecken.

Um an die menschliche DNS zu kommen, müsst ihr die Opfer ihrer Gehirne entledigen! Da wohl kein Erdenbewohner seine grauen Zellen freiwillig hergeben wird, könnt ihr auf eine entsprechende Palette von Argumentationsverstärkern zurückgreifen. Neben einer Strahlenpistole, die zusätzlich praktische Zweitfunktionen wie Granatwerfer, Desintegrator oder Analsonde (sofortige Extraktion der Gehirne) bietet, greift der Antiheld auch auf seine mentalen Fähigkeiten zurück. Dank Telekinese schleudert ihr Personen oder Gegenstände durch die Luft, Hypnose lässt die Menschen hilfreichen Aktionen vollführen und mittels Extraktion befreit ihr feindliche Erdlinge durch Geisteskraft unsanft ihrer Gehirne. Auf dem Mutterschiff dienen die so gesammelten DNS-Informationen als Zahlungsmittel um eure Kräfte oder das Waffenarsenal zu erweitern.

Um gleich ganze Landschaftsstriche dem Erdboden gleich zu machen, besteigt ihr in unregelmässigen Abständen Cryptos fliegende Untertasse. Mit Laserbeam setzt ihr Gebäude und Umgebung in Flammen, Bomben sorgen für wuchtige Explosionen und per Traktorstrahl entledigt ihr euch unangenehmer Zeitgenossen. Ähnlich wie in "GTA“ steigt bei solchen Zerstörungsorgien eine Alarmierungsanzeige. Pulverisiert ihr zu viele Zivilisten und Gesetzeshüter, schickt die Menschheit euch Militär, Panzer, Hubschrauber und gar "die Männer in schwarz“ auf den Pelz.

Das Gameplay bleibt trotz abwechslungsreicher Missionsaufträge die meiste Zeit auf gradlinigem "gehe zu A und zerstöre B“ Niveau. Das Freiheitsgefühl eines "GTA“ wird auch durch die begrenzten Areale nicht erreicht. Dank eurer Fähigkeit, sich holographisch als Mensch zu tarnen, könnt ihr in gewissen Situationen ganz unbemerkt an eure Opfer gelangen, was dem Titel immerhin etwas zusätzlichen Tiefgang beschert. Abseits der Hauptmissionen warten gelegentlich fakultative Nebenaufgaben auf ehrgeizige Invasoren. Bedauerlicherweise bieten auch diese Aufträge nur zwei grundsätzliche Missionstypen: Checkpoint-Rennen und Zerstörungsorgien. Somit bietet das Erfüllen dieser zusätzlichen Herausforderungen nur den Anreiz, zusätzliche DNA zu ergattern.

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Game Info

  • Genre: Action
  • Entwickler: Pandemic Studios
  • Publisher: THQ
  • Spieler offline: 1

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