
Fantastic Four
Fantastic Four Test / Review
Leben retten und Bösewichte verhauen – so schön könnte der Heldenalltag sein. Doch nur, wenn auch die Softwareproduzenten mitspielen…
In dem Spiel prügelt ihr euch mit den vier Helden durch zahlreiche Levels, um die verschiedenen Oberschurken und ihr Gefolge in die Schranken zu weisen. Wie im Leinwandvorbild besitzt jeder der vier unterschiedlichen Protagonisten seine ganz persönlichen, übernatürlichen Stärken, die ihnen dank einer Überdosis Sonnenwind im Laufe eines Raumfahrtprojekts verliehen wurden. Reed ("Mr. Fantastic“), der augenscheinliche Anführer der illustren Truppe, kann sich strecken wie ein Gummi, Kollege Johnny ("Human Torch“) wird zur lebenden Fackel, Ben ("The Thing) dehnt sich zum steinernen Muskelprotz aus und die weibliche Mitstreiterin Sue ("Invisible Woman“) wird durch Telepathie unsichtbar.
In den meisten Levels seid ihr jedoch nur mit zwei Charakteren unterwegs, da die Storyline die Gruppe oftmals trennt und jeder Teil seine eigenen Aufgaben bewältigen muss. Der aktive Held kann jederzeit über das Steuerkreuz gewählt werden, während indessen die CPU alle nicht von menschlicher Hand gesteuerten Recken übernimmt. Neben verschiedenen, erweiterbaren Schlagkombinationen könnt ihr jederzeit auf die kosmischen Kräfte der Vier zurückgreifen. Der Einsatz dieser kostet aber Energie, welche sich nur langsam wieder auflädt.
Bedauerlicherweise entpuppt sich das Beat’em Up Gameplay als weitaus eintöniger, als vielleicht von Lesern des obigen Textes erhofft. Die meiste Zeit habt ihr die besten Chancen, wenn ihr einfach den stärksten Charakter wählt. Die unterschiedlichen Spezialfähigkeiten der einzelnen Protagonisten kommen in den Massenschlachten kaum zum Zug. Einzig an farbig markierten Punkten könnt ihr die Eigenschaften der Helden wirklich benötigen. In kleinen Minigames hackt Mr. Fantastic Computer oder rettet Menschen in Not, The Thing schmeisst mit Autos um sich und die unsichtbare Schönheit Sue baut Kraftfelder auf. Ausgelöst werden diese Aktionen durch einen einfachen Druck auf die Kreistaste während ihr auf der entsprechenden Markierung steht.
Schon in den ersten Levels fällt die unpräzise Steuerung negativ auf. Schon allein das wechseln der Ebene durch eine Sprung kann so zur reinen Geduldsprobe werden. An einer Stelle im Dschungel müsst eure Figur über einen umgefallenen, schmalen Baumstamm dirigieren. Bei unserem Test brauchten wir dazu ganze vier Anläufe. (Und wir möchten an dieser Stelle festhalten, dass die ersten drei Fehlversuche nicht an unserer Unfähigkeit scheiterten.) Ein gewisses Mass an Unübersichtlichkeit verbreitet zusätzlich die besonders in engeren Gefilden chaotische Kameraführung.
Wirklich bedenkliche Fehler zeigten sich jedoch erst im Test des Kooperativmodus für zwei Spieler. Machten die Massenschlachten mit einem menschlichen Mitstreiter zwar deutlich mehr Spass, wurde die automatische Kameraführung zeitweise zu einer kleinen Tragödie. Es kam mehrmals vor, dass wir irgendwie durch eine Mauer blicken konnten, ein Spieler gnadenlos vergessen wurde oder der virtuelle Kameramann irgendwie den Raumwechsel verschlafen hatte. In letzterem Fall bekam man dann nur noch die Textur einer Mauer zu sehen, während im Nebenraum der Kampf munter weiterging.
Game Info
- Genre: Action
- Entwickler: 7 Studios
- Publisher: Activision
- Spieler offline: 2



