
The Italian Job
The Italian Job Test / Review
Das Spiel zum Kino-Remake. Reine Lizenz-Ausbeute oder ein Game mit Qualitäten abseits des Titels?
Das Spiel basiert, wie könnte es anders sein, auf dem Remake des gleichnamigen Films aus dem Jahre 1968. The Italian Job handelt von dem genialen Dieb Charles Croker, der einen gewaltigen Goldbarren aus einem schwer bewachten Palast in Venedig raubt. Leider treibt ein Mann seiner eigenen Crew, Steve, ein doppeltes Spiel. Nach Rache dürstend verpflichtet Charlie die Safe-Knackerin Stella, die gleichermaßen für ihre Schönheit und für ihre Nerven aus Stahlseilen berühmt ist. Zusammen mit Stella und seiner ursprünglichen Mannschaft folgt Charlie dem Verräter Steve nach Kalifornien. Die Truppe plant das Gold dort zurückzuholen, indem sie Verkehrsampeln manipulieren und so L.A. in ein Verkehrschaos stürzen - rasante Verfolgungsjagden sind vorprogrammiert.
So gilt es in den 15 Missionen des Story-Modes in den Grundzügen die Geschichte des Filmes nachzuspielen. Zwischen den Einsätzen wird euch die Geschichte von der Originalstimme des Protagonisten weitervermittelt. In den meisten Aufträgen es vornehmlich darum, einen gewissen Checkpoint innerhalb eines gegebenen Zeitlimits zu erreichen. Nur selten müsst ihr andere Aufträge wie beispielsweise das unauffällige Verfolgen eines Zielfahrzeuges oder ein Rennen gegen gewisse Kollegen absolvieren. Neben der begrenzten Zeit machen euch in manchen Missionen zudem die Gesetzeshüter das Leben schwer. Durch spektakuläre Drifts per Handbremse oder waghalsige Sprungeinlagen könnt ihr eure Schlussbewertung zusätzlich verbessern.
Habt ihr den leider deutlich zu kurz geratenen Story-Modus erfolgreich absolviert, warten noch diverse Zusatz-Modi auf euch. So dürft ihr auf abgesteckten Rundkursen mit zwei Spielern eine Stadtrallye gegen drei Kontrahenten oder einfach Zeitrennen veranstalten. Wer seine Fahrkünste auf eine harte Probe stellen möchte, sollte sich am Stunt-Mode versuchen. Hier gilt es auf speziellen Kursen über Rohre, Sprungschanzen, Treppen oder gar Sattelschlepper mit eurem Mini-Cooper so schnell als möglich in den Zielbereich zu kommen.
Sämtliche Fahrzeuge lassen sich dank griffiger Arcade-Steuerung gut kontrollieren. Grafisch kann The Italian Job dank stabiler Framerate, schneller Optik sowie gelungener Umgebung und Fahrzeugen grösstenteils überzeugen, wirkt aber im Vergleich zu anderen Titeln doch dezent unspektakulär. Das leichte, aber ständig vorhandene Kantenflimmern bei weiter entfernteren Objekten hätte zudem nicht sein müssen.
Musikalisch werdet ihr von seichten Klängen unterhalten, die mich persönlich ein wenig an die Fernsehserie "Starsky & Hutch“ aus den 70ern erinnerte. Die Motorengeräusche der verschiedenen Fahrzeuge sowie die wahlweise deutsche Sprachausgabe sind ebenfalls als gelungen zu bezeichnen und fallen keinesfalls negativ auf.
am 16.10.2003 16:51
Fazit
Wertung
Game Info
- Genre: Rennspiel
- Entwickler: Climax
- Publisher: Eidos
- Spieler offline: 2



