
Rainbow Six: Lockdown
Rainbow Six: Lockdown Test / Review
Die Terroristen scheinen es einfach nicht lernen zu wollen: Legt euch nicht mit der Rainbow Six Truppe an. Schon gar nicht, wenn sie noch einen Scharfschützen zur Unterstützung haben.
Womit wir auch schon bei einer der grössten Neuerungen von Rainbow Six: Lockdown sind. Wart ihr im Vorgänger nur mit Anführer Dingo Chavez und seinem drei Mann Team unterwegs, schlüpft ihr diesmal im Laufe der insgesamt 16 Missionen auch regelmässig in die Kampfstiefel des Scharfschützen Dieter Weber. Dank verstellbarem Zoom-Objektiv an der Waffe bürgt ihr so für die Sicherheit der Kameraden, indem gefährliche Terroristen mit gezielten Schüssen ausgeschaltet werden. Um die Zielsicherheit zu verbessern, kann Herr Weber auf Knopfdruck die Luft anhalten, wodurch die Eigenbewegung der Waffe drastisch reduziert wird. Dies ist auch bitter nötig, denn im Gegenteil zu den normalen Missionen bedeutet hier der Verlust eines Teamkameraden das "Game Over“.
Ein grossteil der Spielzeit verbringt ihr aber weiterhin in der Haut von Gruppenführer Dingo Chavez. Umgaben euch im dritten Teil noch immer die gleichen drei Gesichter, variiert die Truppenzusammenstellung diesmal je nach Einsatzgebiet. Dank dem kaum veränderten, nach wie vor gut funktionierenden Kommandosystem des Vorgängers klappt die Verständigung mit Kollegen jeglicher Herkunft jedoch tadellos. Abhängig vom anvisierten Objekt wählt ihr über das Steuerkreuz die zur Verfügung stehenden Befehle aus. Einen Knopfdruck später ("Go Code“) führen die KI-Kumpel den Befehl aus. Offenbart sich eine Aktion als gnadenloser Fehltritt, könnt ihr dank der jederzeit aufrufbaren Schnellspeicherfunktion problemlos einen zweiten Versuch wagen.
Die künstliche Intelligenz der eigenen Leute hätte jedoch etwas höher ausfallen können. Zwar befolgen sie stets eure Befehle, räumen zuverlässig Zimmer und suchen meist gekonnt Deckung hinter Mauern, immer wieder fallen sie aber auch durch absolut dümmliche Aktionen auf. So treffen sie urplötzlich freistehende Gegner nicht oder versuchen Kontrahenten durch Wände hindurch zu erschiessen. Glücklicherweise scheinen auch die meisten Widersacher nicht gerade viel Hirn in den Polygonschädeln zu haben. So erschoss ich beispielsweise einen von zwei direkt nebeneinander stehenden Wachen, ohne dass der Zweite sich in irgendeiner Weise durch den Tod seines Mitstreiters zu einer Aktion veranlasst sah.
Ein warnendes Wort an die eingefleischten Fans der Vorgänger. Das Gameplay von Lockdown ist weit weniger auf taktisches Vorgehen ausgelegt, als dies noch bei Rainbow Six 3 der Fall war. Allein der Aufbau der Levels wurde merklich mehr auf schnelle Gefechte als auf langsames, bedachtes Vorgehen ausgelegt. Ein weiteres Indiz dafür ist, dass sämtliche Gegner (selbst wenn sie aufgrund der Lichtverhältnisse oder ähnlichem nicht zu sehen sind) durch eindeutige Markierungen hervorgehoben werden. Zwar wird der Einstieg in Spiel durch diese Vereinfachungen besonders für ungeübte Spieler vereinfacht, die Rainbow Six Profis unter euch werden sich über die Veränderungen eventuell nicht gerade freuen.
Game Info
- Genre: Egoshooter
- Entwickler: Ubisoft
- Publisher: Ubisoft
- Spieler offline: 2
- Spieler online: 16



