Darkwatch

Darkwatch Test / Review

Ihr habt genug von den immer gleichen Plots und Szenarien bei Egoshootern? Dann dürfte Darkwatch mehr als interessant für euch sein.

Als ob man es als gesetzesloser Revolverheld nicht schwer genug hat seinen Lebensunterhalt mit Postkutschenraub und ähnlichem zu verdienen, scheint unser Protagonist Jericho Cross alles andere als ein gutes Gespür für das richtige Objekt eines Raubes zu haben. So erweckt der Wild-West-Antiheld in der Gier nach Bargeld bei einem Zugüberfall ausgerechnet Vampirlord Lacarus zu neuem Leben. Nicht nur, dass durch dessen Erwachen ganze Heerscharen von Zombies und anderen Monstrositäten über das Land herfallen, sondern auch in Jerichos Adern fliesst fortan der Lebenssaft des Oberblutsaugers.

Die einzige Chance für Jericho, seine gestohlene Menschlichkeit zurückzuerlangen und die Untoten zurück in ihre Särge zu befrachten, ist ein uralter Geheimbund namens "Darkwatch“. Diese geheimnisvolle Vereinigung kämpft schon seit Jahrhunderten im Untergrund gegen die Blutsauger und kann euch so mit Rat und Tat zur Seite stehen. Deren weibliche Mitstreiterin Cassidy begleitet euch deshalb zu Beginn durch moderige Friedhöfe, dunkle Minenschächte und staubige Wüstenabschnitte.

Natürlich wagt ihr euch nicht mit blossen Händen in den Kampf, weshalb eine vielfältige Palette an Argumentationsverstärkern bereit steht. Neben eher alltäglichen Waffen wie Revolvern und Gewehren finden auch aussergewöhnlichere Kaliber wie eine Explosionspfeile verschiessende Armbrust oder ein wuchtiger Raketenwerfer den Weg in eure virtuellen Hände. Jede Feuerwaffe lässt sich dabei auch im Nahkampf zum Austeilen von schmerzhaften Hieben einsetzen. Besonders bei schwächeren Gegnern oder engen Räumlichkeiten erweisst sich diese Angriffsart als oftmals sehr wirkungsvolle (und vor allem munitionssparende) Alternative.

Für präzise Treffer wie Kopfschüsse benötigt ihr jedoch einiges an Reaktionsvermögen und Geschick, denn die sonst bei Konsolen-Shootern üblichen Zielhilfen sucht man bei Darkwatch auch in der finalen Version vergebens. Besonders Treffer aus grösserer Distanz oder bei den mitunter recht flinken Gegnertypen sind nicht ganz einfach zu bewerkstelligen und dürften Anfänger vor einige Probleme stellen. Auch wenn man sich nach der ersten Spielstunde an die Steuerung gewöhnt hat, wäre eine zuschaltbare Zielhilfe keinesfalls zu grosser Luxus gewesen.

Der Einzelspielermodus bietet spannende Unterhaltung für rund elf Stunden. Auf sporadische Rätseleinlagen oder stille Stealth-Ausflüge wird dabei komplett verzichtet: Bei Darkwatch stehen die knallharten Shootouts klar im Vordergrund. Entsprechend brachial bahnt sich Protagonist Jericho seinen Weg durch die abwechslungsreichen Gegnerhorden. Ausflüge zu Pferd oder auf einem stark bewaffneten Wagen bringen zusätzliche Kurzweil ins Abenteuer. Dank zahlreichen Checkpoints kann trotz des teilweise recht hohen Schwierigkeitsgrades und der überzeugenden künstlichen Intelligenz der Kontrahenten kaum Frust aufkommen.

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Game Info

  • Genre: Egoshooter
  • Entwickler: Sammy
  • Publisher: Ubisoft
  • Spieler offline: 4

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