Spartan: Total Warrior

Spartan: Total Warrior Test / Review

Nach dem ausgezeichneten "God of War“ scheint auch bei anderen Entwicklern das Interesse an der griechischen Mythologie geweckt worden zu sein.

Wir schreiben das Jahr 300 vor Christus. Die römischen Legionen haben beinahe ganz Griechenland überrannt und Sparta, die Stadt der Krieger, ist die letzte Bastion, welche noch nicht von den Truppen um General Crassus erobert wurde. Als namenloser Spartaner folgt so auch der Spieler dem Ruf Spartas, sich der römischen Übermacht mit Waffengewalt entgegenzustellen. Dank einem Pakt mit Kriegsgott Ares soll es euer Schicksal sein, als treibende Kraft die drohende Invasion zurückzuschlagen.

In den folgenden Schlachten geht es hauptsächlich um den Kampf selbst, so dass ihr euch in einfacher Hack&Slay Manier durch die feindlichen Truppen schlachtet. Empfindliche Gemüter seien an dieser Stelle noch vor der expliziten Gewaltdarstellung gewarnt: Abgetrennte Köpfe oder Gliedmassen sowie ordentlich Lebenssaft gehören bei Spartan zum Alltag. Die grossflächigen Levels sind meist in verschiedene Abschnitte unterteilt, welche ihr von Römern säubern sollt – und von diesen gibt es mehr als genug. Nicht selten steht ihr weit über fünfzig Kontrahenten gleichzeitig gegenüber. Dank der meist vorhandenen Unterstützung durch die eigenen Leute habt ihr aber trotz der wahren Massen an Feindvolk eine gute Überlebenschance.

Trotz des eigentlich simplen "Töte alles, was sich bewegt“ Gameplays bietet das Spiel genügend Abwechslungsreichtum, um auch längerfristig zu motivieren. Auch wenn man die meiste Zeit mit dem schnellen Drücken der beiden Angriffsbuttons beschäftigt ist, müssen auch gewisse Ziele abseits des zentralen Kampfgeschehens erfüllt werden. So müsst ihr beispielsweise bestimmte Personen und Gebäude schützen, explosive Fässer mit Brandpfeilen entzünden, Katapulte abfeuern, feindliche Kriegsmaschinerie sabotieren oder Sapeure unbeschadet zu den Einrichtungen des Gegners geleiten. Besonders, wenn zwei Aufträge parallel zu erfüllen sind, werden auch geübte Spieler vor echte Herausforderungen gestellt.

Das Kampfsystem hätte hingegen etwas variantenreicher ausfallen sollen. Besonders Spieler, die schon angesichts der eher simplen Spielmechanik die Nase rümpfen, werden mit zwei verschiedenen Schlagvarianten kaum zufrieden sein. Zwar wird das Arsenal im weiteren Spielverlauf mit neuen Waffen, Wutattacken und magischen Kräften noch ausgebaut, die grundlegende Angriffspalette lässt sich aber auch dann noch problemlos an einer Hand abzählen. Die Steuerung ist durch diese Einfachheit zwar unglaublich eingängig, lässt das eigentliche Kampfgeschehen aber zu schnell in simples "Button Smashing“ verkommen.

Bedauerlicherweise scheinen die Entwickler an gewissen Stellen beim Schwierigkeitsgrad etwas zu hoch gegriffen zu haben. Fast in jedem Szenario wartet ein Abschnitt, das Gefühl von Unfairness aufkommen lässt. Speziell grössere Brocken am Ende eines Levels oder massenweise Schildträger können das Frust- bzw. Aggressionspotential beim Spieler in ungeahnte Höhen schnellen lassen. Einzig die klug verteilten Checkpoints sorgen wieder für die Senkung des Adrenalinspiegels.

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Game Info

  • Genre: Action
  • Entwickler: Creative Assembly
  • Publisher: Sega
  • Spieler offline: 1

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