FIFA 2006

FIFA 2006 Test / Review

"That was an awful pass"

Viele Berichte geschrieben, viel gespielt, viel geredet, nun kommt der Moment der Wahrheit: EA’s FIFA 2006 ist da.

Gleich zu beginn merkt man, dass sich EA mächtig ins Zeug gelegt hat. Die Präsentation ist einsame spitze. Während man die letzten Selektionen wie Spielsprache etc. auswählt, hört man im Hintergrund Auszüge von Kommentartorreaktionen aus bekannten Ligaspielen. Voller Aufregung hört ihr, wie der Kommentator einen Sololauf des ehemaligen Englischen Superstars Alan Shearer beschreibt und dieser ihn mit einem grandiosen Tor abschliesst. Mit einem Lächeln auf dem Gesicht werdet ihr nun wieder in die wunderschöne Welt des Fussballs eintauchen.

Noch bevor ihr im Menu angekommen seid, habt ihr die Möglichkeit ein Spiel gegen eine Elf mit alten bekannten wie Beckenbauer etc. zu bestreiten, um euch auf die Neuerungen des diesjährigen FIFA Sequels einzustellen.

Auch dieses Jahr erwartet euch der Titel von EA’s FIFA-Reihe mit einem unglaublichen Lizenzpaket: 26 Ligen, 40 Nationalmannschaften, 350 originale Vereine und über 10'000 echte Spieler. Mehr gab’s bisher in einem Sportspiel noch nicht!

Hat FIFA 06 nun endlich das Facelift bekommen um es gegenüber PES konkurrenzfähig zu machen? Jein. Man hat sich bemüht näher an das Konami-Pendant heranzukommen, indem man nun sogar auf das gleiche Steuerungsschema (Schuss mit Quadrattaste, Flanke mit Kreistaste) zurückgreift. Zudem wurde die Defensiv-KI überarbeitet, was es immerhin fast verunmöglicht Sololäufe quer übers Feld zu machen. Ebenfalls wurde der Schwierigkeitsgrad etwas nach oben korrigiert, um die teilweise aus dem 2005er Teil bekannten zweistelligen Ergebnisse zu verhindern. Aber Freunde vieler Tore werden sich bestimmt darüber freuen, dass nach wie vor fast ¾ aller Flanken in den Strafraum in einem Tor enden. Fast unbedrängt kann der Stürmer jeweils einschieben. Nervend ist auch, dass eure Stürmer sehr viel im Abseits stehen und somit eure Angriffbemühungen oft im Keim ersticken.

Allgemein hat man das Gefühl, die CPU-Spieler hängen zu stramm an ihren Positionen. Selten werdet ihr sehen, dass der Computerspieler sich von seiner Positionen weg begibt um einen gegnerischen Pass zu unterbinden. Dies kann PES doch enorm viel besser. Es gibt jedoch auch noch Stärken gegenüber PES. So ist beispielsweise das Einwurfsystem um Lichtjahre besser als bei Konami. Dies gilt ebenfalls für Eckstösse. Glücklicherweise hat man die sinnlose Off-the-ball Controls fast glänzlich vom Spielfeld verbannt.

Grafisch hat es einige, wenn auch nur kleine Verbesserungen gegeben. Besonders gefallen haben mir die Lightningeffekte die von der Stadionbeleuchtung ausgehen. Mit dem Vorteil des Lizenzpakets konnte FIFA 2006 natürlich alle Originalgesichter implementieren, während dies PES lediglich bei den lizenzierten Ligen tun konnte. Ob die Spieler nun in FIFA jetzt besser aussehen als bei PES ist schwer zu sagen. Die Texturen sind etwas verwaschen, während die Gesichter in PES sehr pixelgenau kreiert wurden. Ein Punkt indem FIFA gegenüber Konamis Spiel klar punktet, ist die Mimik. Schmerzverzerrte Gesichter, klar sichtbare Wut über Schiedsrichterentscheide kommen hier sehr klar zur Geltung und Tragen viel zum Realismusempfinden des Spieles bei. Die Animationen wurden gegenüber dem Vorgänger auch merklich verbessert, sind aber nach wie vor keine Konkurrenz gegenüber PES5.

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Game Info

  • Genre: Sport
  • Entwickler: Electronic Arts
  • Publisher: Electronic Arts
  • Spieler offline: 8
  • Spieler online: 2

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