Warhammer 40000 Fire Warrior

Warhammer 40000 Fire Warrior Test / Review

THQ portiert das legendäre Brettspiel in einen astreinen Egoshooter auf die PS2.

So dient das Warhammer-Universum auch als Storyvorlage für den brachialen Ballerspass. Als blutjunger Tau-Söldner Kai stellt ihr euch den finsteren Plänen von Erzbösewicht Severus in den Weg. Dieser will mit Hilfe eines Paktes mit Chaos (ein Warhammer-Synonym für das reine Böse) das Universum unterjochen. Klar, dass dies keinesfalls ungestraft toleriert werden kann. So macht ihr euch mit jeder Menge Waffengewalt auf den Weg, Severus in seine Schranken zu verweisen.

Sofort nach dem eindrucksvollen Intro findet ihr euch auch schon auf dem Schlachtfeld wieder. Der Kampf durch die insgesamt 20 Szenarien beginnt auf einer Imperialen Basis, welche unter starkem Angriff zu stehen scheint. Die Atmosphäre erinnert deutlich an die ersten Level in "Medal of Honor“ mit panischen Funksprüchen eurer Kameraden, vorbeizischenden Kugeln und Schiffe, über Schützengräben rollenden Panzern und vor euren Füssen einschlagenden Mörsern. Ihr füllt euch wahrlich als kleiner Teil einer riesigen Schlacht. Kurz: Auf dem Bildschirm ist wahrlich die Hölle los!

Gesteuert wird euer Söldner mit dem bekannten 2-Stick System. Mit dem linken Analogstick dirigiert ihr euer Ego durch die Gegend, während das rechte Pendant zum Umschauen und Zielen dient. Fans des Genres werden sich nicht zuletzt dank den direkten und präzisen Cotrols bestimmt sofort zurechtfinden. Waffentechnisch scheinen sich die Entwickler deutlich am Xbox-Knaller Halo orientiert zu haben, denn neben der Standard-Wumme dürft ihr nur jeweils eine zusätzliche Waffe mitnehmen. So steht ihr immer wieder vor der Qual der Wahl zwischen den insgesamt 16 verschiedenen Argumentationsverstärkern.

So ballert ihr euch von Level zu Level, sucht mal einen Schlüssel und öffnet damit Türen, eskortiert Gefangene oder sprengt bestimmte Objekte. Wer sich grosse Abwechslung oder spannende Storywendungen erhofft, wird leider bitter enttäuscht. Einzige die harten Bosskämpfe bringen ein wenig Würze ins Spiel. Allgemein wurde der Schwierigkeitsgrad recht hoch angesetzt. Spätestens ab dem zweiten Drittel wird das Game selbst auf einfacher Stufe für Genre-Anfänger eine harte Nuss. Zudem ist mir schleierhaft, wieso die sonst schon harzigen Bossfights teilweise sogar unter Zeitdruck absolviert werden müssen.

Optisch kann Fire Warrior dank der oben bereits erwähnten, atmosphärischen Levelgestaltung, den grösstenteils gelungen designten, vielfältigen Gegnern und dem meist flüssigen Spielablauf überzeugen. Wie schon im Gameplay ist jedoch die mangelnde Abwechslung ein klarer Kritikpunkt. So sehen sich viele Levels zu ähnlich und auch die Vielfalt an Kontrahenten lässt mit zunehmender Spielzeit stark zu wünschen übrig.

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Game Info

  • Genre: Egoshooter
  • Entwickler: Kuju UK
  • Publisher: THQ
  • Spieler offline: 4
  • Spieler online: 8

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