
James Bond: Liebesgrüsse aus Moskau
James Bond: Liebesgrüsse aus Moskau Test / Review
Neben den Einsätzen zu Fuss stehen auch Ausflüge im (natürlich modifizierten) Aston Martin, Flugeinlagen mit dem Raketenrucksack sowie ein Motorbootausflug durch die Katakomben des früheren Konstantinopels auf dem Programm. Ebenso für etwas spielerische Abwechslung sorgen mal wieder die Gadgets von Tüftler Q: Neben Laseruhr und dem raketenbestückten Aston Martin sorgen besonders der ferngesteuerte Q-Copter sowie der bekannte Wurfhacken für den nötigen Hightech-Faktor.
Mussten wir in der Preview-Version noch häufige Probleme mit der Kameraführung als gravierendes Manko offenbaren, haben die Entwickler dies grösstenteils ausmerzen können. Zwar muss noch immer ab und an manuell nachjustiert werden, jedoch bleibt der virtuelle Kameramann nur noch ganz selten an irgendwelchen Ecken hängen oder verliert euch beinahe komplett aus dem Fokus. Einzig die Fahrsequenzen geben etwas Grund zur Klage, da die zu sensible und direkte Steuerung des schnellen Flitzers nicht optimal gelungen ist.
Etwas Enttäuschung macht sich angesichts der mageren Auswahl an Mehrspielermodi bemerkbar. Neben (Team-) Deathmatch findet sich nur noch ein weiterer Modus, in dem ihr je nach Partei eine Bombe platzieren bzw. entschärfen sollt ("Plant the Bomb“). Die speziellen Kooperativmissionen aus "Alles oder Nichts“ für zwei Spieler sucht man ebenfalls vergeblich. Schade, denn gerade Letztere sorgten bei uns zu zweit für eine Menge Spielspass.
Technisch beeindruck "Liebesgrüsse aus Moskau“ vor allem durch die (bereits kurz angesprochene) cineastische Präsentation. Besonders das Design und die Mimik der zentralen Charaktere um Sean Connery sowie das originalgetreue Design der 60er-jahre Kulissen können begeistern. Auch wenn das Spiel insgesamt grafisch keinesfalls an die aktuellen Referenztitel heranreicht, überzeugt das Ganze optisch mit Sicherheit auch anspruchsvolle Zocker.
Der originale Soundtrack von Altmeister John Berry trägt einen nicht zu unterschätzenden Teil zur eindrücklichen Inszenierung des Titels bei. Genau wie im Filmvorbild passen die neu aufgelegten Kompositionen perfekt zum Geschehen auf dem Bildschirm. Die deutsche Synchronisation ist indessen zwar gut gelungen, jedoch wird der Kenner sofort das Fehlen der Originalstimmen erkennen. Fällt dies bei den meisten Charakteren kaum auf, hat gerade der virtuelle Jean Connery eine dem Original so gar nicht ähnliche Stimme verpasst bekommen.
am 30.10.2005 17:25
Fazit
Wertung
Game Info
- Genre: Action
- Entwickler: Electronic Arts
- Publisher: Electronic Arts
- Spieler offline: 4



