Resident Evil 4

Resident Evil 4 Test / Review

Nach knapp acht Monaten Wartezeit seit dem Erscheinen der Gamecube Version können nun endlich auch die PS2-Spieler in die Haut von Leon Kennedy schlüpfen, um die Spur der verschwundenen Präsidententochter aufzunehmen.

Genau sechs Jahre sind vergangen seit den Ereignissen in Racoon City von Resident Evil 2. Einer der beiden damaligen Protagonisten, Leon S. Kennedy, ist inzwischen für einen nicht näher spezifizierte Regierungseinheit tätig und wird deshalb mit dem delikaten Auftrag betraut, den Verbleib der verschwundenen Tochter Ashley des US-Präsidenten aufzuklären. Die Suche beginnt sodann in einem abgelegenen spanischen Dörfchen. Doch bereits der erste Kontakt mit den scheinbar grundlos gewalttätigen Hinterwäldlern lässt euch ahnen, dass ihr euch auf der richtigen Fährte befindet…

"Doch wo bleiben die Zombies?“ werden sich viele Fans der Vorgänger fragen. Schlicht gesagt: Es gibt keine. Richtig gelesen, es ist ein Resident Evil ohne Untote. Selbst die Umbrella Cooperation scheint für einmal nicht in die mysteriösen Ereignisse verstrickt zu sein. Doch Gefahren gibt es auch ohne die stöhnende Brut genug. Neben den angriffslustigen Dörfler erwarten euch im Lauf des rund 20 Stunden dauernden Abenteuers unter anderen blutrünstige Rieseninsekten, gefährliche Kettensägenkiller, riesige Trolle oder Sensen schwingende Sektenmitglieder.

Aber nicht nur die Kontrahenten haben sich verändert, auch das Gameplay von Resident Evil 4 erinnert kaum noch an die bisherigen Episoden. Capcom hat das eher gemächliche Horror-Adventure in eine waschechte Action-Granate verwandelt. Die rasch agierenden und zahlreichen Gegner verlangen stets einen schnellen Finger am Abzug. Damit verbunden hat sich natürlich auch die grundsätzliche Stimmung des Spiels verändert: Die schaurige Gruselstimmung der Vorgänger ist einem ständigen Gefühl des Gehetztseins gewichen. Der Horror kommt aber auch so keineswegs zu kurz. Macht euch also schon mal in regelmässigen Abständen auf deftige Panikattacken und höhere Herzschlagfrequenzen gefasst. Starke Nerven sind hier Pflicht!

Die neuartige Perspektive lässt euch ständige über Leons Schulter blicken, was das "Mittendrin Gefühl“ stark verstärkt. Durch Druck auf die rechte Schultertaste zieht eure Spielfigur ganz RE-like die Waffe, wobei ein Laserpointer markiert die potentiellen Opfer eurer Kugeln. Auf eine typische Shooter-Steuerung mit zwei Analog-Sticks wurde jedoch auch optional verzichtet, was seitliche Bewegungen ("Strafen“) komplett verunmöglicht. Trotzdem seid ihr aber mit Leon nicht zuletzt wegen der schnellen 180 Grad Wende genügend agil, um auch gegen grössere Gegnerhorden eine Chance zu haben. Mit etwas Übung erlaubt euch das präzise Zielsystem gar anfliegende Beile, Granaten oder Molotov-Cocktails mit gezielten Schüssen noch in der Luft abzufangen.

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Game Info

  • Genre: Action
  • Entwickler: Capcom
  • Publisher: Capcom
  • Spieler offline: 1

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