Soul Calibur 3

Soul Calibur 3 Test / Review

Bereits vor rund zehn Jahren machte der japanische Entwickler Namco der eigenen Tekken Serie selbst Konkurrenz und schuf mit Soul Edge den ersten Teil einer neuen Beat’em Up Reihe. Eine zweite Erfolgsgeschichte war geboren…

Im Gegensatz zu Tekken greifen die Protagonisten in Soul Calibur zu den Waffen, was seit jeher der grösste Unterschied zwischen den beiden Kampfspielen ausmachte. Natürlich wird dieser Trend auch diesmal nicht gebrochen. Wie es sich für eine ordentliche Fortsetzung gehört, wurde die Kämpferriege um drei neue Charaktere auf insgesamt 30 Fighter erweitert. Jeder Kämpfer weisst dabei einen ganz eigenen Kampfstil auf, der sich je nach Waffe auch noch geringfügig verändern lässt. Die bekannte Steuerung, welche jeweils einen Button für Kick, Block sowie horizontale und vertikale Schläge bietet, lässt euch in Kombination mit den Richtungstasten selbst als Anfänger verhältnismässig schnell spektakuläre Manöver vollführen. Da sich viele Moves gleichen, ist der Wechsel des Charakters zudem nicht dermassen entscheidend wie in Tekken 5. Wer jedoch das absolut letzte aus seinem Kämpfer holen will, wird um zeitintensive Trainingseinheiten auch hier nicht herumkommen.

Genau wie der exzellente Vorgänger bietet auch Soul Calibur 3 äusserst fein ausbalanciertes Beat’em Up Gameplay. So verwundert es auch nicht weiter, dass daran kaum Veränderungen gemacht wurden. Im direkten Vergleich mit dem zweiten Teil ist der Kampf diesmal noch offensivorientierter als bei anderen Genre-Vertretern. Das soll nicht heissen, dass gezieltes Blocken absolut unnötig wird, die meisten der neuen Combos richten aber gerade wenn sich der Gegner mit dem Rücken zur Wand befindet noch höheren Schaden an, wodurch ein defensiv veranlagter Spieler meistens den Kürzeren zieht. Daran ändert auch das bekannte "Guard Impact" System, welches bei korrekten Timing schnelle Konterattacken ermöglicht, kaum etwas.

Aber nicht nur das Gameplay wird bei den Spielern der Vorgänger Déjà-Vus auslösen. Auch wenn selbst die alteingesessenen Kämpfer optisch merklich überarbeitet wurden, stammen beinahe sämtliche Animationen aus dem Vorgänger. Selbst die Siegesposen wurden unverändert übernommen. Auch wenn weder die Bewegungsabläufe noch das Gameplay alles andere als einen schlechten Eindruck hinterlassen, hätte man sich von Namco in diesen Belangen etwas mehr Mut zur Veränderung gewünscht. Man kann es den Entwicklern zwar nicht verübeln, dass sie auf Nummer sicher gingen, muss aber auch sagen, dass sich das eigentliche Spiel dadurch kaum weiterentwickelt hat.

Etwas anders sieht’s da in der Modiauswahl aus. Abseits der bekannten Trainings- und Versus-Modes sucht ihr den klassischen Arcade Modus vergebens. Dafür finden sich allerlei andere Modi im Hauptmenü. Der "Tales of Souls" Modus bietet gewissermassen Ersatz für den fehlenden Arcade-Mode und lässt euch eine Reihe von Kämpfen in der Haut eines Fighters meistern. Zwischenzeitlich wird das Ganze von kurzen Texten, welche die Story des jeweiligen Protagonisten erzählen, oder der Wahl des weiteren Weges unterbrochen. Dabei spielt es aber keine entscheidende Rolle, welchen Weg ihr wählt. Der zweite Einzelspielermodus, "Chronicles of the Sword", kombiniert die Kämpfe mit einer Art Echtzeitstrategiespiel. Auf einer Karte bewegt ihr eure Einheit aus mehreren Kämpfern, um gegnerische Stellungen in darauf folgenden Mann gegen Mann Kämpfen zu erobern. Das Ganze macht zwar auf den ersten Blick einen äusserst viel versprechenden Eindruck, lange Warte- und Ladezeiten sowie die langwierigen Textpassagen trüben den Spielspass jedoch deutlich. Auf ein Online-Modus hoffen Fans leider zudem einmal mehr vergeblich.

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Game Info

  • Genre: Beat'em Up
  • Entwickler: Namco
  • Publisher: Namco
  • Spieler offline: 2

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