
Prince of Persia: The Two Thrones
Prince of Persia: The Two Thrones Test / Review
So hätte sich wohl der nach wie vor namenlose Prinz die Heimkehr ins eigene Königreich wohl kaum vorgestellt. Anstelle von lauten Jubelschreien der Untergebenen heissen ihn Brandpfeile und ein scheinbar zerstörtes Babylonien willkommen.
Damit fällt die feierliche Ankunft wohl komplett ins Wasser und der königliche Nachkomme kann sich die Erholung nach den Strapazen der ersten beiden Abenteuer erstmals aus dem Kopf schlagen. Zusammen mit den Bruchstücken seines einstigen Schiffes an Land gespült muss er feststellen, dass während seiner Abwesenheit ein geheimnisvolles Heer die einst so prachtvolle Heimatstadt verwüstet und die Bewohner unterjocht hat. Anfänglich waffenlos macht sich der Spieler so auf, Babylon zu retten und das Mysterium um den Zeitsand endgültig zu lüften.
Wer sich bereits in eines der ersten beiden Abenteuer des jungen Thronfolgers stürzte, wird sich bei "The Two Thrones" sofort heimisch fühlen. Sämtliche Fähigkeiten und die damit Verbundene Steuerung wurde beinahe eins zu eins aus dem direkten Vorgänger übernommen. Mit gewohnter Leichtigkeit sprintet der Protagonist senkrechten Wänden entlang, kraxelt steile Säulen empor, hangelt sich über gähnende Abgründe und balanciert elegant über noch so schmale Balken und Vorsprünge. Ergänzt wurde das schon mehr als ansehnliche Akrobatik-Repertoire zusätzlich um die Möglichkeit, euren Dolch als Hebel und Haltevorrichtung zu gebrauchen. So stosst ihr die Klinge auf Knopfdruck in spezielle Verankerungen um euch so halt an steilen Wänden zu verschaffen. Selbstverständlich ergeben sich daraus wieder viele fordernde Kletter- und Sprungpassagen für den Spieler, die nicht selten erst auf den zweiten Blick die erfolgsversprechende Vorgehensweise preisgeben.
Das Kampfsystem wurde ebenso erweitert. Die Duelle mit den Gegnern wurden vielerorts durch die neuen "Speed Kills" stark verkürzt. Gelingt euch die unbemerkte Annäherung an den Rücken eines Kontrahenten, färbt sich der Bildschirmrand und der Bösewicht kann mit zwei bis drei gut getimten Knopfdrücken lautlos erledigt werden. Im Zusammenspiel mit den turnerischen Fähigkeiten des Prinzen könnt ihr euch natürlich auch über eventuell vorhandene Vorsprünge oder Balken von oben anpirschen. Oftmals ergeben sich so willkommene Alternativen zur direkten Konfrontation. Verpatzt ihr jedoch einen Buttondruck oder bemerken euch die gegnerischen Patrouillen, kommt wiederum das bewährte "Free Form Fighting" Kampfsystem aus "Warrior Within" zum Einsatz.
Im späteren Verlauf des Spiels infiziert sich der blaublütige Titelheld während eines tragischen Zwischenfalles (den wir euch natürlich nicht genauer erläutern) selbst teilweise mit dem unheilvollen Zeitsand, der bereits etliche vor ihm zu willenlosen Dienern des Bösen machte. Fortan übernimmt in bestimmten Spielabschnitten die eigene, böse Seele des Sandes die Kontrolle über den Körper des adeligen Helden. Erst beim direkten Kontakt mit Wasser wird die Verwandlung rückgängig gemacht. In dieser zweiten Erscheinungsform des "Dunklen Prinzen" müssen zwar fortlaufend eure Kraftreserven aufgefrischt werden, dafür stehen aber erweiterte Fähigkeiten zur Verfügung. Neben höherer Sprungkraft erweist sich vor allem die Kettenpeitsche als äusserst nützliches Utensil. Damit kämpft es sich nicht nur effektiver, sondern auch grössere Abgründe können mit einem eleganten Schwung problemlos überwunden werden.
Game Info
- Genre: Action-Adventure
- Entwickler: UbiSoft Montreal
- Publisher: Ubisoft
- Spieler offline: 1



