Call of Duty 2: Big Red One

Call of Duty 2: Big Red One Test / Review

Auch wenn der Namen der neusten PS2-Episode unweigerlich an den in den höchsten Tönen gelobte PC-Titel erinnert, ist "Big Red One" für die aktuelle Konsolengeneration ein gänzlich anderes Spiel…

Trotzdem sollten aber Fans von actionreichen Weltkriegsshootern, die noch immer nach neuem Spielfutter suchen, dem Titel ihre Aufmerksamkeit schenken. Statt wie beim direkten Vorgänger nacheinander einen Soldaten der verschiedenen Kriegsparteien zu verkörpern, bestreitet ihr hier das komplette Abenteuer als Mitglied der namensgebenden, amerikanischen Einheit "Big Red One". In 13 Missionen bestreitet ihr während des zweiten Weltkriegs Schlachten in Frankreich, Afrika, Sizilien und Deutschland.

Während in vielen anderen Genre-Vertretern wie beispielsweise "Brothers in Arms" auch die Kollegen taktisch klug über die Schlachtfelder kommandiert werden wollen, müsst ihr euch bei "Big Red One" nicht um die autonom agierenden CPU-Kameraden kümmern. An deren Seite hetzt ihr fast ohne Verschnaufpause durch die Levels und beweist einen schnellen Finger am Abzug. Keine Frage, die Action steht bei Activisions Serie klar im Vordergrund. Entsprechend strotz das Gameplay nur so vor Script-Sequenzen und ihr werdet ohne nennenswerte Entscheidungsfreiheit durch die Levels gelotst. Angesichts der damit verbundenen, wahrlich bombastischen Inszenierung und packenden Atmosphäre, nimmt man die fehlende Freiheit jedoch gerne in Kauf. Etwas störender fällt dagegen die dümmlich agierende KI der Gegner auf, welche meist die gerade für sie ungünstigste Aktion zu vollziehen scheinen.

Aufgelockert wird die Fliessband-Ballerei immer wieder durch Einsätze in Fahrzeugen oder an Geschütztürmen. Im Laufe des Spiels nehmt ihr so nicht nur hinter Flakgeschützen und schweren MGs Platz, sondern dürft euch selbst am Steuer eines Panzers oder den Bombenschächten eines Bombenflugzeuges austoben. Leider fallen die Panzermissionen durch den hohen Schwierigkeitsgrad insgesamt eher negativ auf, die restlichen Ausflüge in grösserer Kriegsmaschinerie überzeugen jedoch problemlos und sorgen für einen abwechslungsreichen Spielverlauf.

Der Spass dauert bedauerlicherweise nicht sehr lange an: Nach rund acht Stunden habt ihr auch die letzte feindliche Bastion ausgehoben. Da ein Mehrspielermodus an einer Konsole über Split-Screen komplett fehlt, bleibt geneigten Spielern nur noch die Online-Option. Auf elf verschiednen Maps können bis zu 16 Teilnehmer den virtuellen Krieg bestreiten. Zur Auswahl stehen die bekannten Modi Deathmatch, Team-Deathmatch, Capture the Flag und Domination. Auch wenn das Online-Gameplay angenehm flüssig läuft, sind die Levels nur begrenzt Multiplayer tauglich. Insbesondere für den Einsatz von Fahrzeugen ist meist deutlich zu wenig Platz vorhanden. Finden sich aber ein paar fähige Mitspieler, steht dem längeren Online-Spielspass trotzdem nichts im Weg.

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Game Info

  • Genre: Egoshooter
  • Entwickler: Treyarch
  • Publisher: Activision
  • Spieler offline: 1
  • Spieler online: 16

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