Guitar Hero

Guitar Hero Test / Review

Ich muss mich hier klar als Fan von (für manche Menschen vielleicht kuriosen) Musikspielen outen. Schon von Samba de Amigo, Beatmania, Guitar Freaks und Frequency war ich nur noch schwer wegzukriegen. Doch ohne Übertreibung kann ich hier sagen, dass Guitar Hero für mich bis jetzt eines der Highlights im Nischengenre der Rhythmusgames ist.

Doch hinter dem Titel steht nicht etwa eine japanische Firma wie Konami, die sich bereits mit zahlreichen Genrevertretern einen Namen machten, sondern die englischen Entwickler von Harmonix. Auf deren Konto gingen bereits "Frequency" und "Amplitude", welche zwar von Sony Computer Entertainment hierzulande veröffentlicht wurden, aber bedauerlicherweise kaum Beachtung fanden. Mit Guitar Hero wagen die fleissigen Britten nun aber zumindest in den USA einen erneuten Angriff auf die PlayStation2. Und dieser hat es wahrlich in sich!

Das Spiel wird im Gegensatz zu den beiden erstgenannten Games nicht mit dem normalen PS2-Controller gezockt, sondern kommt zusammen mit einem speziellen Gitarrencontroller in einer edlen Verpackung daher. Die ausserordentlich gut verarbeitete Peripherie wurde einer "Gibson SG" nachempfunden und misst in der Länge knapp 70 cm. Ein mitgeliefertes Band sorgt für den nötigen, stilechten Tragekomfort. Am Hals des Instruments befinden sich fünf verschiedenfarbige Buttons. Diese sollen zum korrekten Zeitpunkt zusammen mit dem schmalen Druckschalter, welcher die Saite(n) ersetzt, betätigt werden. Unter dem Saitenersatz befindet sich noch das Tremolo (engl. Whammy Bar) – in der Nicht-Fachsprache: Ein Hebel, mit welchem länger ausgespielte Noten für noch mehr Punkte noch zusätzlich verzerrt werden können.

 Bild
Doch genug der Hardware, widmen wir uns dem eigentlichen Spiel. Wie in allen Music-Games gilt es auch hier grundsätzlich "nur", die zu den auf dem Bildschirm auftauchenden Symbolen passenden Tasten zur korrekten Zeit zu betätigen. Die entscheidende Bildschirmanzeige besteht aus einem in den Raum ragenden Gitarrensteg, auf welchem zu den fünf farbigen Tasten gehörende Symbole auf den Spieler zukommen. Erreichen ein oder mehrere dieser Noten die Endmarkierung, müssen beim Betätigen der virtuellen Saite die entsprechenden Tasten gedrückt gehalten werden, um ordentlich Punkte auf das eigene Konto zu scheffeln. Je mehr Tonzeichen in direkter Folge ohne Patzer korrekt getroffen werden, desto höher wird auch euer Multiplier. Einige Noten ziehen zusätzlich einen Stich nach sich, was euch dazu veranlassen sollte, den jeweiligen Button noch bis zum Schluss der Linie gedrückt zu halten, wodurch natürlich auch der entsprechende Ton länger gespielt wird. Hier dürft ihr dann auch mit dem "Whammy Bar" noch zusätzliche Verzerrungen anbringen.

Mit einem Stern markierte Symbolsequenzen erhöhen bei korrekter Eingabe eure "Star Power" Anzeige. Erreicht diese einen gewissen Füllstand, beginnt der Balken zu blinken und ihr könnt durch Auslösen der "Star Power" euren Multiplier nochmals zusätzlich verdoppeln. Aktiviert wird die "Star Power" indem ihr die Gitarre wie ein echter Rockstar kurzzeitig senkrecht haltet – richtig gelesen, durch einen Sensor merkt die coole Hardware, in welcher Position sie gehalten wird! Besonders während Gitarrensolos entpuppt sich die zusätzliche Verdoppelung der Punktzahl als taktisches Element, das euch in Mehrspielerduellen noch in letzter Sekunde den Sieg bescheren kann.

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Game Info

  • Genre: Music
  • Entwickler: Harmonix
  • Publisher: RedOctane
  • Spieler offline: 2

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