
We Love Katamari
We Love Katamari Test / Review
Ziemlich überraschend entschied sich Electronic Arts, das bizarre Geschicklichkeitsspiel von Namco in unseren Breitengraden zu veröffentlichen. Eine Entscheidung, die wir angesichts des Spiels nur begrüssen können.
Den Importspielern unter euch wird eventuell bereits den ersten Teil "Katamari Damacy" ein Begriff sein. Wir erinnern uns: Als Miniatur-Sohn vom König des Kosmos musste der Spieler vor über einem Jahr das Malheur des Vaters, welcher im Suff sämtliche Sterne vom Himmel holt, ausbaden. Dies geschah, indem ein kleiner Ball mit magischer Klebkraft (der Katamari) über etliche Objekte gerollt wurde, wodurch eine immer grössere Kugel als Sternenersatz entstand. Doch die Bevölkerung ist noch längst nicht zufrieden und fordert neue Grosstaten des Monarchen. Natürlich muss dazu wieder der kleine Prinz in die Hände spucken und sich in neue Roll-Abenteuer begeben, um die Ruhe im Kosmos wiederherzustellen.
Entwickler Namco hat in "We Love Katamari" wohlwissend nichts am grundlegenden Spielprinzip geändert. Wieder rollt ihr den anfangs kleinen Ball mittels der beiden Analog-Sticks über die verschiedenen Levels und klebt dabei alles fest, was kleiner als eure Klebkugel ist. Natürlich nimmt deren Umfang so stetig zu, so dass mit zunehmender Spielzeit auch Objekte aufgesammelt werden können, an welchen ihr zu Beginn noch abgeprallt seid. Abhängig von der Umgebung errollt ihr euch so unter Zeitdruck ein mehr oder weniger gigantisches Konstrukt.
Meist besteht das Ziel eines Szenarios wie schon in "Katamari Damacy" darin, eine vorgegebene Grösse zu erreichen. Diese wird zusammen mit den momentanen Ausmessungen eures Sammelsuriums am oberen Bildschirmrand verdeutlicht. Daneben überrascht Namco aber im zweiten Teil zusätzlich mit einigen neuen Ideen. So rollt ihr euren Ball nicht mehr nur durch Zimmer, Städte oder ganze Kontinente, sondern macht euch auch unter Wasser, in verschneiten Winterlandschaften oder am Wolkenhimmel ans Werk. Selbstverständlich verhält sich die Kugel in diesen Gefilden merklich anders als auf flachem Gelände.
Dazu müssen gelegentlich auch spezielle Aufgaben abseits der "Erreiche Grösse X in Y Sekunden" Formel gemeistert werden. Auch hier bewiesen die Entwickler ein grosses Mass an skurrilem Einfallsreichtum. Ein Beispiel dafür ist der unvergessliche Level, in dem euer Katamari durch einen schmächtigen Sumoringer ersetzt wird. Dieser will so lange über nahrhafte Speisen dirigiert werden, bis er sein Wettkampfgewicht erreicht. Anderorts soll der Kopf eines Schneemannes wieder zusammengefügt werden oder ihr rollt sämtliche Kontinente der Erde auf, um einen drohenden Asteroideneinschlag zu verhindern. Leider benötigt ihr für das einfache Durchspielen trotzdem nur einige Stunden, weshalb eine Handvoll Levels mehr sicherlich nicht geschadet hätten. Immerhin wurde der Duell-Modus für zwei Spieler sinnvoll erweitert. Wer einen Katamari-tauglichen Freund zur Seite hat oder die bereits beendeten Levels nochmals zur Highscorejagd betreten will, hat deshalb weit länger Spass als andere.
Game Info
- Genre: Puzzle
- Entwickler: Namco
- Publisher: Electronic Arts
- Spieler offline: 2



