
Black
Black Test / Review
Konnten schon vor knapp drei Wochen die ersten Schritte mit der Demoversion wagen, flatterte bereits einige Tage später die Vollversion ins Haus. Wie der ausgiebige Test bestätigte, lagen wir mit unserem vielversprechenden Ersteindruck einmal mehr goldrichtig...
Die Story hinter Black wirft euch in die gnadenlose Welt von verdeckten Operationen (zu englisch: black operations). Die Rahmenhandlung bleibt aber trotz der vermeintlich verstrickten Ereignisse um Terror und Verschwörung auf eher seichtem Niveau, so dass ihr euch voll und ganz auf die Ego-Action konzentrieren könnt. In Realsequenzen wohnt ihr einem Verhör des jungen Sergeant J. Kellar bei, welcher einem Bürokraten Rede und Antwort zu seinem angeblich zu direkten und brutalen Vorgehen gegen den Waffenhändlerring Seventh Wave stehen muss. In Rückblenden dürft ihr so die vergangenen Missionen aktiv durchleben.
Bevor ihr jedoch mit der Waffe in der Hand die gegnerischen Stellungen stürmt, steht die Wahl des Schwierigkeitsgrades an. Eure Wahl beeinflusst nicht nur die Anzahl an Bösewichten, deren Intelligenz sowie die Verteilung der heilenden Medikits, sondern auch, wie viele der zusätzlichen Sekundärziele ihr erfüllen müsst. Die zusätzlichen Herausforderungen beschränken sich fast zu hundert Prozent auf das eher simple Finden (und eventuelle Zerstören) bestimmter Objekte. Die durchgehend lineare Struktur der Levels macht es euch glücklicherweise ziemlich einfach, die Gegenstände zu finden. Meist führt euch selbst der direkte Weg zum Missionsende zwangsläufig an ihnen vorbei.
Somit könnt ihr euch voll und ganz auf das zentrale Element von Black konzentrieren: Die wahrlich furios inszenierten Schusswechsel mit dem Feindvolk. Egal, ob ihr euch mit Uzi, MG, Schrottflinte oder gar einem Raketenwerfer den Schergen von Seventh Wave gegenüberstellt, auf dem Bildschirm fliegen die Fetzen. Die Durchschlagskraft eurer Waffen kriegen nämlich nicht nur eure Widersacher zu spüren, sondern auch die gesamte Umgebung muss bei den ausladenden Feuergefechten kräftig Federn lassen. Unter heftigem Beschuss geben so nicht bloss Holzkisten, Benzinfässer und etliche Glasscheiben kleinbei, sondern auch dünne Wände, Steinsäulen oder Türen zerbröckeln spektakulär in ihre Einzelteile. Bestimmte Objekte wie die bereits angesprochenen Benzinfässer, Gastanks, Autos oder Munitionskisten reissen bei einer Explosion oftmals gleich noch mehrere Feinde in den Tod. Zur schnellen Erkennung einer solchen Gelegenheit färbt sich das Fadenkreuz beim anvisieren solcher Objekte schwarz.
Solche Hilfen solltet ihr unbedingt durch ein paar gezielte Schüsse in Anspruch nehmen, denn die Gegner schlucken – von einem präzisen Kopfschuss abgesehen – erstaunlich viele Kugeln bevor sie das Zeitliche segnen. Besonders die grösseren Kaliber weisen zudem einen ziemlich starken Rückstoss auf, was das Fadenkreuz bereits nach dem ersten Schuss arg ins Zittern bringt. Unnötig zu sagen, dass dadurch gezielte Treffer zwar nicht verunmöglicht, aber stark erschwert werden. Auch sonst machen es euch die clever agierenden Gegner nicht gerade einfach. Unter Beschuss suchen sie flugs eine nahe liegende Deckungsmöglichkeit oder ziehen zumindest sofort den Kopf ein, im Verband nehmen sie euch gnadenlos in die Zange und selbst über weite Distanzen hinweg wird auf euch nach Sichtkontakt das Feuer eröffnet. Glücklicherweise leidet ihr fast nie unter Munitionsknappheit, so dass ihr gar sorglos mal zwei Magazine ins leere ballern könnt.
Game Info
- Genre: Egoshooter
- Entwickler: Criterion Games
- Publisher: Electronic Arts
- Spieler offline: 1



