
Shadow of the Colossus
Shadow of the Colossus Test / Review
Viel wurde in der Fachpresse schon vorab über das neuste Werk der ICO-Macher berichtet. Dabei fielen bereits allerorts Worte wie "Kunstwerk" oder "Meisterstück". Doch kann ein Spiel allein aufgrund der Inszenierung schon überzeugen?
Bereits nach dem Startbildschirm findet ihr euch in der Haut des Jünglings Wanda wieder, der auf seinem Pferd einen mächtigen Tempel betritt. Auf dem Schoss trägt er den leblosen Körper eines jungen Mädchens mit sich. Das Ziel des Tempelbesuches: Er will die Götter darum bitten, die Seele seiner Angetrauten wieder zurückzugeben. Aber wie es Götter so an sich haben, wollen sie erstmals durch heldenhafte Taten beeindruckt werden, bevor sie selbst einen Finger für Sterbliche rühren. So fasst Wanda den Auftrag, sechzehn im Land verteilte Kolosse zur Strecke zu bringen, damit die Seele wieder zurück in den Körper des Mädchens finden kann.
Das folgende Spiel setzt sich jeweils aus zwei Komponenten zusammen: Der Suche nach den Kolossen und dem darauf folgenden Kampf gegen die riesigen Gegner. Da die Kolosse kreuz und quer im ganzen Land verteilt sind, steht euch euer magisches Schwert bei der Suche zur Seite. Hält man die Klinge auf Knopfdruck ins Sonnenlicht, weisst euch der reflektierte Lichtstrahl in Richtung des nächsten Giganten. Doch allein mit der Richtung ist der Riese noch lange nicht gefunden, denn das Land ist enorm gross und voller Schluchten, Täler und Berge. Der korrekte Weg will aber erstmals gefunden werden, wobei ihr durch die verschiedensten, ausgedehnten Landstriche reitet. Ungeduldige Spieler werden eben diesen Teil des Abenteuers sicherlich schnell als langweilig empfinden, denn während dem Durchstreifen der Welt kreuzen keinerlei kleinere Gegner oder freundlich gesinnte Bewohner euren Weg.

Haben wir dann endlich einen Giganten vor uns, müssen dessen Schwachpunkte ausgemacht werden. Wie bereits zuvor hilft wieder der Schein des Schwertes, der euch mehr oder weniger direkt zeigt, wo ihr angreifen sollt. Da Held Wanda aber im Vergleich zu den bildschirmfüllenden Riesen klein wie eine Mücke wirkt, besteht die hauptsächliche Herausforderung darin, überhaupt zu den wunden Punkten vorzudringen. Findet dazu eine Stelle, von welcher aus ihr auf den Koloss klettern könnt. Meist müsst ihr an sein Fell gelangen, an welchem ihr euch festhalten könnt und von wo der beschwerlichen Aufstieg zu euren Zielpunkten beginnt. Eine Anzeige verdeutlicht dabei stets eure Kraftreserven – gehen diese zu neige, werdet ihr durch die teilweise heftige Gegenwehr eures potentiellen Opfers unweigerlich abgeschüttelt. Legt deshalb wann immer möglich kleinere Rastpausen an ruhigeren Stellen ein, denn bis der Gegner aufgibt, können schon mal gut und gerne 15 Minuten vergehen. Selbstverständlich wird es im Laufe des Spiels immer umständlicher, denn richtigen Einstieg zu entdecken. So muss häufig erst eine scheinbar unüberwindbare Stelle am Körper des Giganten mit allerlei Tricks und Finten entfernt werden, damit ein Durchkommen überhaupt möglich wird. Jeder Koloss stellt damit eine wirklich einzigartige Herausforderung dar, was wiederum jeden Kampf aufs Neue spannend und einzigartig macht.
Game Info
- Genre: Action-Adventure
- Entwickler: SCEI
- Publisher: SCEE
- Spieler offline: 1



