24: The Game

24: The Game Test / Review

Der Name Jack Bauer dürfte allen TV-Fans inzwischen sicherlich ein Begriff sein. Der smarte Bundesagent und seine Kollegen haben die Herzen vieler Serienfans mit Leichtigkeit im Sturm erobert. Ob dies dem Entwicklerteam des PS2 Spiels ebenfalls gelingen wird?

6:00 Morgens in Los Angeles. Während der Grossteil der Bevölkerung wohl erst langsam aus dem Bett steigt und sich auf den Weg zur Arbeit macht, ist ein CTU (Counter Terrorist Unit) Trupp unter der Führung des Serienstars Jack Bauer (gespielt von Kiefer Sutherland) bereits im Hafen der Millionenmetropole im Einsatz. Einmal mehr will ein Terroranschlag auf die USA verhindert werden, denn eine Gruppe Terroristen droht mit der Freisetzung von Biotoxin in die Wasserversorgung der Stadt. Jeder, der die Serie kennt, wird aber schon ahnen, dass es typischerweise nicht mit der Vereitelung dieses Anschlages getan ist, sondern die Ereignisse weiter tiefere Verstrickungen hervorrufen...

Da wohl kaum jemand der die Serie nicht kennt das Spiel kaufen wird, verzichte ich auf die Erklärung der Vorgeschichte sowie des grundlegenden Aufbaus der Echtzeitserie. Die Storyline von 24: The Game liegt zwischen den Ereignissen der zweiten und dritten Staffel. Da sich für das Script die Produzenten der TV-Serie verantwortlich zeigten, werdet ihr mit einer erstklassigen Hintergrundgeschichte inklusive der typischen Dramaturgie und unerwarteten Wendungen bedient. Besonders attraktiv für die regelmässigen Zuschauer dürfte sein, dass gewisse, bisher unerklärte Hintergründe in dem Spiel erläutert werden. So zum Beispiel auch, woher Jacks Partner der dritten Staffel, Chase Edmunds, kommt.

Die Antwort lautet "Nein, die Spielzeit dauert nicht 24 Stunden". Während die Serie stickte in Echtzeit abläuft, benötigt ihr für eine Stunde im Spiel im Durchschnitt etwas zwischen 15 und 20 Minuten. Somit ergibt sich eine Gesamtspielzeit von etwas über sieben Stunden. Während dieser Zeit übernehmt ihr nicht nur die Kontrolle über den Protagonisten Jack Bauer, sondern schlüpft auch immer mal wieder in die Haut anderer CTU-Agenten wie Tony Almeida oder Michelle Dessler.

Die meiste Zeit steuert ihr euren Agenten aus Third-Person Perspektive durch die verschiedensten Umgebungen und ballert die bösen Terroristen über den Haufen. Wie man aus dem vorherigen Satz bereits entnehmen kann, ist das Action-Gameplay dabei ziemlich linear ausgefallen und bietet in keinstem Mass so viele Fassetten wie die Hintergrundgeschichte. Leider behindern euch derweilen immer wieder das automatische Zielsystem sowie die Kameraführung. Haltet ihr die Gegner auf Distanz, klappt das Lock-On meist ohne Probleme und ihr nehmt die bösen Buben mit Leichtigkeit ins Visier. Für exakte Kopfschüsse könnt ihr das Fadenkreuz über den rechten Analog-Stick zusätzlich nachjustieren. Nähert sich aber ein Kontrahent bis auf wenige Meter, versagt die Zielfunktion jedoch aus unerklärlichen Gründen und ihr müsst entweder schnellstmöglich grösseren Abstand gewinnen oder manuell Zielen. Aufgrund der sehr störrischen Kameraführung werdet ihr in beiden Fällen fast immer einiges an Schaden einstecken, bis der Feind schliesslich ausgeschaltet ist. Die gleichen Probleme zeigen sich, wenn ein Terrorist im Rücken eurer Spielfigur Stellung bezogen hat. Da kann man schon fast von Glück sprechen, dass die künstliche Intelligenz den Kontrahenten kaum kluge Manöver ermöglicht. Denn neben schiessen, stehen und in Deckung gehen beherrschen sie kaum erwähnenswerte Fähigkeiten oder gar eine taktische Vorgehensweise.

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Game Info

  • Genre: Action-Adventure
  • Entwickler: SCEE Cambridge Studios
  • Publisher: SCEE
  • Spieler offline: 1

Leserwertung

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