
Ghost Recon Advanced Warfighter
Ghost Recon Advanced Warfighter Test / Review
Die PlayStation 2 Version trägt den gleichen Namen wie der hochgelobte Xbox 360 Taktik-Shooter. Doch während sich jetzt viele PS2-Zocker auf ein ähnlich hochwertiges Spiel freuen werden, muss leider gesagt sein, dass der Name so ziemlich die einzige Gemeinsamkeit der beiden Versionen ist...
Einmal mehr rückt die US-Sondereinheit aus, um eine internationale Katastrophe abzuwenden. In der Rolle von Captain Scott Mitchell müsst ihr aus der Egoperspektive den US-Präsidenten aus den Fängen von Terroristen befreien und die Steuereinheit der US-Nuklearraketen (den "Football") zurückholen.
Für bessere Chancen im Kampf gegen die zahlreichen Terroristen sorgt ein neuartiges Heads-Up Display. Damit werden nicht nur eure Gesundheit und Munitionsvorräte angezeigt, sondern gelegentlich meldet sich ein Vorgesetzter in einem kleinen Videofenster mit neuen Aufträgen und eine Karte sollte für mehr Übersicht sorgen. Dabei ist das Verb "sollte" im vorherigen Satz gewusst gewählt, denn der gezeigte Ausschnitt ist dermassen klein, dass ihr daraus kaum mehr Informationen über den vor euch liegenden Levelabschnitt gewinnen könnt. Auch die Videoübertragungen wurden technisch ziemlich billig implementiert. Das entsprechende Fenster zeigt nichts weiter als eine verrauschte Endlos-Wiederholung einer sehr kurzen Sequenz, in welcher ihr einen Kopf seine Lippen bewegen seht. Somit könnte man letztlich als Spieler problemlos auf beide Fenstereinblendungen verzichten.
Eure Fortbewegungsgeschwindigkeit ist extrem hoch, so dass ihr kaum unentdeckt um Ecken oder über Barrikaden hinweg linsen könnt. Erstmals entdeckt, eröffnen die Gegner selbstverständlich sofort das Feuer und ihr müsst euch entsprechend zur Wehr setzten. Hier offenbart sich das grösste Manko im Gameplay: Obwohl das Waffenhandling ohne Abdriften und Erschütterungen ziemlich unrealistisch daher kommt und damit auch kein echtes "Gefühl" für die verschiedenen Argumentationsverstärker entwickelt werden muss (bzw. kann), ist es trotzdem kein leichtes Unterfangen, die Kontrahenten treffen. Der Grund dafür liegt in der sehr instabilen Framerate, welche die Bewegungsgeschwindigkeit eurer Waffen je nach Blickwinkel stark variieren lässt.
Das Leveldesign kann ebenfalls in keinem Punkt mit der hervorragenden Xbox 360 Version mithalten. Während man auf der neuen Konsole der Konkurrenz weite Areale und aufwändige Bauten noch und nöcher zu sehen bekommt, servieren uns die Programmierer auf der PS2 hauptsächlich enge Strassenschluchten ohne jegliche Bewegungsfreiheit. Das Spielgefühl lässt sich damit bedauerlicherweise mit den ersten Egoshootern vergleichen, welche euch wahrlich durch einen Level nach dem anderen kanalisierten.
Der Mehrspielerpart ist ebenfalls ziemlich dünn geraten. Auf Split-Screen-Modi muss man komplett verzichten, was angesichts der schon mit einem Spieler eher schlechten Performance vielleicht auch besser ist. Für Online-Spieler gibt es die bekannten Modi, welche dank anständigen Maps ziemlich gut funktionieren. Trotzdem leidet auch der Mehrspielerpart an den oben aufgeführten Mankos, weshalb man auch hier besser zu anderen Spielen greift. Einen Kooperativmodus sucht man ebenfalls vergebens.
Game Info
- Genre: Egoshooter
- Entwickler: Ubisoft
- Publisher: Ubisoft
- Spieler offline: 1
- Spieler online: 8

