
Tomb Raider: Legend
Tomb Raider: Legend Test / Review
Nach fast drei Jahren Funkstille meldet sich Lara Croft auf den aktuellen Konsolen zurück. Unter der Federführung des neuen Entwicklerteams von Crystal Dynamics soll der mit den letzten beiden Teilen arg ramponierte Ruf der adretten Forscherin wieder aufpoliert werden.
Das Spiel startet mit einem rasant geschnittenen Intro, welches stilistisch und musikalisch unweigerlich Erinnerungen an die Bond-Filme weckt. Die Geschichte startet sodann in Bolivien, wo ihr euch in einer abgelegenen Tempelanlage erstmals mit der Steuerung und den neuen Fähigkeiten von Miss Croft vertraut macht. Glücklicherweise hält sich die Story nicht lange mit den Geschehnissen der vorherigen Teile auf, so dass Spieler, welche sich die beiden letzten Episoden nicht antaten, mit keinerlei Wissenslücken zu kämpfen haben.
Schon bei den ersten Schritten macht sich die neuartige Steuerung positiv bemerkbar: Ihr seid nicht mehr länger an die berühmt-berüchtigte Gitterstruktur gebunden und könnt die Protagonistin völlig frei durch die Levels dirigieren. Damit gehört auch die auffällige Bauklötzchenstruktur von Levels und Rätsel der Vergangenheit an. So bewegt ihr Objekte (zB. Bei klassischen Kistenschiebereien) frei und physikalisch meist korrekt durch Gegend. Das erlaubt zwar komplexere Einsatzmöglichkeiten, fordert vom Spieler mancherorts aber auch präziseres Vorgehen beim Knacken von Rätseln.
Um für das neue Abenteuer gerüstet zu sein, hat die leibe Lara auch ihr akrobatisches Repertoire gehörig erweitert – und sich scheinbar unter anderem einige Kniffe bei Ubisofts "Prince of Persia" abgekupfert. Lara hangelt sich nun nicht mehr nur an steilen Felswänden entlang, sondern kann auch in eine beliebige Richtung von diesen abspringen oder eine Felsspalte oberhalb als Kletterhilfe nutzen. Eine entsprechende Gestik verdeutlicht euch hilfreich die Möglichkeit, sicher in eine bestimmte Richtung abspringen zu können. Gleiches gilt auch bei der Benutzung von Seilen, Ketten oder Lianen. Auch turnt die kurvenreiche Schönheit nun gerne an wagrechten Stangen entlang und schwingt sich so über gähnende Abgründe. Diese neuen Bewegungsmöglichkeiten werden von den Leveldesignern auch grosszügig verwendet um gleichermassen spannende wie knifflige Sprung- und Kletterpassagen ins Spiel zu bringen.
Neben den Denk- und Kraxelaufgaben stellen sich euch auch immer wieder bewaffnete Schergen und angriffslustige Raubtiere in den Weg. Da fackelt ihr natürlich nicht lange und zieht auf Knopfdruck eure zwei Pistolen mit unbegrenzter Munition oder eine stärkere Wumme, welche ihr zuvor einem Gegner abgeknüpft habt. Dank dem meist gut funktionierenden, automatischen Zielsystem verliert ihr die Kontrahenten selbst bei wilden Ausweichmanövern und Hechtsprüngen nur sehr selten aus den Augen. Zudem solltet ihr stets die Augen nach speziellen Markierungen in der Umgebung offen halten: Erspäht ihr beispielsweise ein Dreiecktastensymbol über einer Gasflasche oder einer Steinsäule, solltet ihr die entsprechende Taste schnellstmöglich betätigen. Denn dann nimmt Lara die entsprechende Stelle ins Visier und ihr könnt euch elegant oftmals gleich mehrerer Feinde entledigen. Da die Gegnerintelligenz nicht gerade Nobelpreisverdächtig ist und die Kontrahenten meist geradezu auf den Tod zu warten scheinen, habt ihr aber auch ohne diese Hilfe nur sehr selten einen echten Überlebenskampf zu meistern.
Game Info
- Genre: Action-Adventure
- Entwickler: Crystal Dynamics
- Publisher: Eidos
- Spieler offline: 1



