
SOCOM 3: U.S. Navy Seals
SOCOM 3: U.S. Navy Seals Test / Review
Der Erstling brachte die PS2-Gemeinde erstmals online. Der zweite Teil versuchte durch zusätzliche Missionen zusätzlich auch für Solospieler attraktiv zu werden. Mit SOCOM 3 will der Entwickler Zipper Interactive nun in beiden Belangen alles noch besser machen.
Um sich optimal auf den Online-Kampf vorzubereiten, bieten sich erneut die Einspielermissionen an. So eignen sich zukünftige Helden schnell die nötigen Steuerungskniffe, Waffenkenntnisse und Bewegungsmöglichkeiten an. In den potentiellen Krisengebieten von Südasien, Kolumbien und Osteuropa führt ein Diktator mit seinen Schergen allerlei Unheil im Schilde. Hier greift natürlich der Spieler mit seiner dreiköpfigen Truppe ein, um teilweise gemeinsam mit den einheimischen Rebellen die drohende Gefahr noch rechtzeitig abzuwenden.
Kennern des Vorgängers wird als erstes das überarbeitete Kommandosystem positiv auffallen. Über L2 befehligt ihr komfortabel das Vorrücken oder andere kontextsensitive Instruktionen wie das Stürmen von Räumen und das Besteigen von Fahrzeugen. 16 weitere Aktionen wie der Einsatz von Granaten, das Eskortieren von Geiseln oder das Sichern von bestimmten Bereichen teilt ihr eurem Team über ein zusätzliches Menü mit.

Die mitunter grösste und wohl beste Neuerung sind die neuen, benutzbaren Vehikel wie Humvee, Jeep, Pickup, Panzer oder Sturmboot. Aufgrund der bis zu sechsmal grösseren Einsatzgebiete sind die mechanischen Fortbewegungsmittel eine äusserst willkommene Ergänzung und bringen zusätzliche Abwechslung. Übernehmt das Steuer während es sich die Kollegen hinter den Bordkanonen bequem machen. Selbstverständlich stehen diese Fahrzeuge auch in den Mehrspielermodi zur Verfügung. Gerade bei grösseren Spielerzahlen sorgen diese für zusätzlich Komplexität und einen Extraschuss Team-Geist – denn was bringt euch das Fahren eines bewaffneten Bootes, wenn niemand zur Verteidigung an den Geschützen Platz nimmt?
Das Fehlen von jeglichen Checkpoints innerhalb der Einzelspielermissionen, welches von uns beim zweiten Teil als grösstes Manko klassifiziert wurde, hat man glücklicherweise erkannt und ausgemerzt. Zudem könnt ihr nun jederzeit den aktuell erreichten Zwischenspeicherpunkt auch dauerhaft auf die Memory Card sichern. Insbesondere im Hinblick auf die stark vergrösserten Einsatzorte und die ausgedehnteren Aufgabenstellungen werden so viele potentielle Frustmomente gleich im Keim erstickt. Ebenfalls verbessert wurde die künstliche Intelligenz eurer Teamkameraden, über jeden Zweifel erhaben ist sie jedoch trotzdem noch nicht: Gelegentlich beobachtet ihr aber immer noch, wie euch ein Truppenmitglied selbstmörderisch in die Schusslinie läuft oder endlos in einen Sandsack ballert, weil ein Feind sich dahinter verschanzt hat.
Ein nettes Feature bildet die Verbindungsmöglichkeit von SOCOM 3 mit dem PSP-Pendant "SOCOM: Fireteam Bravo" über die USB Schnittstelle. Damit lassen sich die Erfolge von PS2- und PSP-Rekruten vereinen, denn mit dem Erfüllen von Bonusaufgaben der einen Version schaltet ihr zusätzlich Charaktere, Waffen und Missionshilfestellungen auf der anderen Konsole frei. Stoppt ihr etwa einen Waffentransporter auf der PSP, sind die Feinde in der entsprechend verknüpften Mission auf der PS2 schlechter ausgerüstet. Auf die Missionsvariationen werdet ihr durch kurze Nachrichteneinblendungen vor dem Start hingewiesen.
Game Info
- Genre: Taktik-Shooter
- Entwickler: Zipper Interactive
- Publisher: SCEE
- Spieler offline: 1
- Spieler online: 32



