Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs

Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs Test / Review

Das zweite Spiel zum dritten Kinofilm der Saga ist eines sicherlich nicht: Ein simpler Port des ersten PS2-Titels…

Gemütlich vor der heimischen Konsole sitzend traf mich “Die Rückkehr des Königs“ unerwartet wie einen Hammer! Bereits nach dem ersten Level war mir klar, dass dieses Spiel seinen Vorgänger zumindest grafisch locker an die Wand spielen kann. Duzende Pfeile zischen einem um die Ohren, riesige Feuerbälle krachen unter ohrenbetäubendem Getöse in die Schlossmauern und eine unzählbare Menge an Gegnern stürmen auf mich zu. Unterstrichen wird das Ganze von den dank Motion-Capturing realistisch wirkenden und flüssigen Animationen aller Kämpfer. Die Schlacht tobt und ich bin mittendrin. Wahnsinn!

Doch nicht nur in diesem ersten Level bietet euch EA einen wahren Genuss für die Sinne. Später durchquert ihr dunkle Höhlen während sich dicke Nebelschwaden dynamisch um die Beine unserer Helden schlingen und fluoreszierend leuchtende Geister Tote zum Leben erwecken oder ihr bringt riesige Geschütztürme mittels gezieltem Pfeilschuss auf das Munitionslager zur Explosion und staunt über die unzähligen auf euch niederrieselnden, noch brennenden Aschteilchen. Als überaus erwähnenswert empfinde ich persönlich die Ents, riesige Baumwesen. Alleine das unglaublich detaillierte Design sowie die geschmeidigen Animationen dieser Kreaturen zeigen, mit wie viel Liebe die Programmiere und Grafiker im ganzen Spiel ans Werk gingen. Grafisch gehört der Titel ohne Frage mit zu dem Besten, was es derzeit auf der PS2 zu sehen gibt.

Kein Spiel lebt nur von einer guten Grafik. So stellt sich schnell die Frage, ob EA die kritisierten Mankos an dem Vorgänger ausgebessert hat. Und wir können diese mit einem klaren JA beantworten. Nicht nur, dass die Spielzeit auf etwas über 10 Stunden erhöht wurde. Dank dem überaus motivierenden Coop-Modus für 2 Spieler, der Möglichkeit jedes Level mit beinahe jedem der insgesamt 9 Charaktere zu spielen und den unzähligen freispielbaren Extras wie versteckte Kämpfer, Konzept Artworks, Interviews und geheime Missionen werdet ihr einige Zeit beschäftigt sein.

Zwischen den 13 verschiedenen Levels habt ihr immer wieder die Wahl, welche Herausforderung ihr als nächstes angehen wollt. So könnt ihr das Abenteuer wahlweise auf dem Wege des Zauberers (als Gandalf), des Königs (als Aragorn, Legolas oder Gimli) oder der Hobbits (als Sam und später auch als Frodo) bestreiten. Die Story, von welcher ich bewusst rein gar nichts verrate, wird so aus verschiedenen Winkeln betrachtet. Um jedoch die finale Mission, die wiederum alle drei Gruppen zusammenbringt, spielen zu können, müsst ihr sämtliche anderen Levels erfolgreich durchquert haben.

Am grundsätzlichen Gameplay hat sich nichts verändert. Wie schon im Vorgänger bietet euch das Spiel soliden, simplen Hack’n Slay Spielspass. Durch gezielte Paraden oder schnelle Combos könnt ihr aber die runde Anzeige am unteren Bildschirmrand füllen. Ist diese Anzeige aber erstmals gefüllt, winkt als Belohnung für einige Sekunden der Perfect Mode, in welchem ihr Gegner mit nur einem Schlag erledigt und massig Punkte kassiert. Durch gute Bewertungen eurer Leistung am Ende eines jeden Levels könnt ihr wiederum euren Schützling mit neuen Combos und Attacken ausstaffieren, wodurch blindes Buttonsmashen deutlich in den Hintergrund rückt. Zusätzlich wird der Spielverlauf mit vielen, automatisch eingestreuten Events aufgelockert.

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Game Info

  • Genre: Action
  • Entwickler: EA Canada
  • Publisher: EA Games
  • Spieler offline: 2

Leserwertung

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