
Kingdom Hearts 2
Kingdom Hearts 2 Test / Review
Squaresoft zeigte mit Kingdom Hearts der Spielergemeinde, wie erfolgreich man zwei völlig unterschiedliche Konzepte mischen und daraus ein fantastisches Spiel machen kann. 4 Jahre später heisst der Entwickler zwar Square Enix, liefert aber einen nicht minder beeindruckenden Nachfolger ab.
Erwähnte Konzepte sind natürlich die unbeschwerten Figuren bekannter Disney Filme, die auf die für ihre Tiefgründigkeit bekannten Square-Charaktere treffen, was der Serie eine gute Balance zwischen Humor und Ernsthaftigkeit verleiht.Der zweite Teil beginnt dort, wo das Zwischenspiel auf dem GBA namens Chain of Memories seinerzeit endete. Doch keine Sorgen, das Spiel verwendet die ersten 3 Stunden zu gleichen Teilen als Tutorial wie auch als Rückblick auf die vergangenen Ereignisse. Die Prämisse ist, dass sich der gute Sora, vom Schicksal Auserkorener Träger des Schlüsselschwertes und Retter der Welten, erneut mit seinen Freunden Donald und Goofy auf die Suche nach König Mickey, Kairi und Riku macht.
Wie bereits im ersten Teil reisen die 3 dabei in ihrem Gummischiff von Welt zu Welt und helfen den jeweiligen Charakteren bei ihren Sorgen. Freunde des ersten Teils treffen dabei zwar auf einige bekannte Gesichter, doch bietet Kingdom Hearts 2 grösstenteils komplett neue Mini-Universen, jedes von ihnen mit seinem eigenen Charm. Prominentester (und ungewöhnlichster) Zuwachs dürfte die "Pirates of the Caribbean" Welt sein, in der ihr an der Seite von Jack Sparrow, Verzeihung, Kapt'n Jack Sparrow, die holde Ms Swan retten dürft, doch das Spiel hält noch viele weitere Überraschungen bereit.
Natürlich hat es wie schon in Kingdom Hearts 1 einige Charaktere aus diversen Final Fantasy-Teilen in das Spiel verschlagen. Zu den bereits bekannten Gesichtern aus dem ersten Teil gesellen sich unter anderem Auron (FFX), Cifer (FFVIII), Tifa (FFVII) und Setzer (FFVI). Natürlich darf auch Sephiroth als optionaler Oberbösewicht nicht fehlen, dem, wie allen FFVII Charakteren, ein überarbeiteter "Advent Children" Look verpasst wurde. Zwar konzentriert sich das Spiel wie auch schon beim Vorgänger mehrheitlich auf die Disneyfiguren, doch Final Fantasy Fans dürfen sich über eine grössere Einbindung ihrer Helden in die Geschichte freuen.
Auf euren Abenteuern stellen sich euch erneut eine Vielzahl an verschiedenen Herzlosen in die Quere, je nach Welt in ihrem eigenen Look. Da die Gefechte wie schon beim Vorgänger einen grossen Teil des Spiels ausmachen, setzten die Entwickler viel daran, diese gegenüber dem ersten Teil entscheidend zu verbessern.Grösster Kritikpunkt dürfte dabei die Kamera gewesen sein, die jetzt deutlich weiter weg steht und sich mittels rechtem Analogstick bequem drehen und in ihrer Höhe verstellen lässt.Ausserdem wurde das Kampfsystem ausgebaut, um dem enormen Button-Mashing Aspekt des ersten Teils zumindest etwas entgegen zu wirken.
Zusätzlich zu den Optionen des Vorgängers kann sich Sora mit seinen Freunden kurzzeitig in eine von drei Formen fusionieren und verbessert dabei seine Statusfertigkeiten.Mit dem jeweiligen Partycharakter eurer momentanen Spielwelt könnt ihr hingegen eine starke 2-Mann Limit-Attacke entfesseln, die alles in eurer näheren Umgebung niedermäht.Ausserdem aktivieren sich je nach Gegner und Kampfsituation kontextsensitive Aktionen, die, schnelle Reflexe vorausgesetzt, Konterangriffe, Ausweichmanöver und mehr auslösen können.Als wäre das noch nicht genug dürft ihr eure Truppe wie schon im ersten Teil mit Abilities ausstatten, die es euch erlauben, euren Kampfstil je nach Laune komplett umzustellen.
Game Info
- Genre: Rollenspiel
- Entwickler: Square Enix
- Publisher: Koch Media
- Spieler offline: 1



