
Lego Star Wars 2: Die klassische Trilogie
Lego Star Wars 2: Die klassische Trilogie Test / Review
Für über einem Jahr, passend zum Kinostart der letzten Star Wars Episode, kombinierte der bekannte Entwickler Traveller’s Tales die Sternen-Saga mit den populären Lego-Klötzchen. Nun können alle Fans dank "Die klassische Trilogie" endlich auch die unvergesslichen ersten drei Filme in Klötzchenoptik nachspielen!
Allein der Umstand, dass diesmal die drei ersten (bzw. chronologisch betrachtet die drei letzten) Teile der Saga gespielt werden können, machen den zweiten Teil schon fast alleine zu einem spannenderen Erlebnis. Denn auch wenn die neueren Kinostreifen ohne Frage gelungen sind, ist die Anziehungskraft der drei Originale dank unverkennbaren Flair sowie allgemein bekannter Story auch heute noch ungebrochen. Es wird nur wenige Menschen mit einem Alter über 20 geben, die bisher noch keinen der alten Star Wars Filme gesehen haben. Falls ihr zu dieser Randgruppe gehören solltet, so wisst ihr nun, was ihr am nächsten freien Wochenende zu tun habt!
Ihr startet das Abenteuer in der Mos Eisley Kantine, von wo aus ihr durch entsprechende Ausgänge direkt in den drei Episoden landet. Ausserdem dürft ihr hier nicht nur Cheats und zusätzliche Charakter erstehen, sondern Neuerdings dank Klötzchenprinzip auch euren ganz persönlichen Helden zusammenbauen. Die Geschichte der drei Filme wurde in insgesamt 18 spielbare Kapitel unterteilt, wobei erfreulicherweise so ziemlich alle tragenden und unvergesslichen Ereignisse der Kinovorbilder enthalten sind. Gerade die Kenner der Materie werden eine Menge Details und Feinheiten sofort wieder erkennen und zu schätzen wissen. Selbstverständlich ist auch der teilweise skurrile, jedoch zu jederzeit liebevoll wirkende Humor des Vorgängers wieder zu finden. Zusätzlich zu den normalen Missionen gibt es noch weitere Bonus-Levels und zahlreiche andere Goodies zu entdecken.
Einer der stärksten Parts des Spiels ist nach wie vor der ausgezeichnete Kooperativmodus. Ein zweiter Spieler kann jederzeit auf Knopfdruck in "euer" aktuelles Spiel einsteigen und so mithelfen, die dunkle Seite der Macht zu bekämpfen. Der menschliche Mitspieler löst dann einer der teilweise bis zu fünf normalerweise CPU-gesteuerten, nicht gerade berauschend intelligent agierenden Charaktere ab. Genauso leicht wie er dem Spiel beitritt kann er es auch wieder verlassen. Wie bereits im Vorgänger könnt ihr ebenfalls über einen einfachen Druck auf die Dreieck-Taste jederzeit die eigene Spielfigur tauschen. Dies ist vielerorts auch bitter nötig, da beispielsweise gewisse Türen nur mit R2D2 geöffnet werden können oder mit Hilfe der Macht zerbrochene Brücken oder Treppen wieder zusammengebaut werden wollen.
Erfreulicherweise wurden viele Mankos und Kritikpunkte des Vorgängers ausgemerzt. Allen voran wurde die automatische Kameraführung deutlich überarbeitet. So bleibt in der klassischen Trilogie auch beim kooperativen Einsatz die Übersicht fast immer erhalten, da der virtuelle Kameramann bei Bedarf eine etwas weiter entfernte Position einnimmt. Auch der Spielumfang wurde erhöht, so dass ihr für ein Durchspielen mehr als die doppelte Zeit des ersten Teils benötigt. Dank vermehrtem Einsatz von Fahrzeugen (inkl. AT-STs) und variantenreicheren Rätselpassagen kommt auch die Abwechslung keinesfalls zu kurz. Immer noch verzichten müssen wir aber auf eine Online-Option – was angesichts der erstklassigen Spielbarkeit der Kooperativ-Option umso bedauerlicher ist.
Game Info
- Genre: Action-Adventure
- Entwickler: Traveller's Tales
- Publisher: Lucas Arts
- Spieler offline: 2



