Suikoden V

Suikoden V Test / Review

Die vor allem bei Hardcore-Rollenspielern  bekannte Suikoden Reihe knüpft nach einigen missglückten Versuchen endlich wieder an die glorreichen Zeiten der ersten Teile an und nimmt den Spieler mit auf ein Abenteuer sondergleichen.

Ihr schlüpft dabei in die Rolle des Prinzen von Falena, der gerade von einer diplomatischen Reise aus dem zerstörten Städtchen Lordlake heimkehrt. Dieses hatte nämlich vor zwei Jahren gegen eure Mutter, die Herrscherin des Landes rebelliert, worauf diese die gesamte Region mit Hilfe der Sonnen-Rune in eine karge Wüste verwandelt.

Zuhause angekommen bleibt aber nicht viel Zeit zum ausruhen, denn euer Vater betraut euch (sehr zum Missfallen eurer kleinen Schwester, Prinzessin Lymsleia) mit der Überwachung der Vorbereitung zu den Heiligen Spielen, bei denen ein Gemahl für die zukünftige Königin ermittelt wird. Der Thron und die Macht über ein ganzes Königreich sind jedoch ein zu verflockender Preis und so entfaltet sich im Hintergrund bald Intrige um Intrige und das Schicksal nimmt seinen Lauf...

Leider sind diese anfänglichen 6-8 Stunden nur bedingt interessant gestaltet und ihr verbringt einen Grossteil eurer Zeit mit umherlaufen oder redet mit verschiedensten Personen. Sind jedoch erst einmal alle Steine ins Rollen gebracht, kommt man nur schwer wieder vom Spiel los. Schliesslich wollen auch in Suikoden V wieder ganze 108 auserwählte Individuen gefunden werden, deren Schicksale miteinander verbunden sind. Jede von ihnen folgt dabei ihrem eigenen Ziel und es ist die Frage, was genau dieses Ziel sein wird, welche die Geschichte so spannend macht. Denn immer, wenn sich gerade alles so zusammenzufügen scheint, wie ihr es erhofft, offenbart sich ein neues Geheimnis und eure Pläne werden komplett auf den Kopf gestellt.

Die Vielzahl an potentiellen Gefährten ist aber nicht immer ganz so gut umgesetzt und kann durchaus auch zu einigen Frustmomenten führen, speziell in Kampfsituationen. So kostet es nämlich Unmengen an Potch (die hiesige Währung), um einen eurer Recken mit den stärker werdenden Gegnern konkurrenzfähig zu halten, ansonsten ist dieser im Kampf beinahe völlig nutzlos. Besonders ärgerlich ist das, wenn man plötzlich mit mehreren Gruppen unterwegs sein sollte, aber bei weitem zuwenig brauchbare Charaktere zur Auswahl hat.Verlässt hingegen ein Partymitglied, beispielsweise nach getaner Mission, eure Gruppe, nimmt sie alle Ausrüstungsgegenstände mit sich, was ebenfalls sehr ärgerlich sein kann. Die Reise zum nächsten Händler und der tiefe Griff in den Geldbeutel sind dann meist unumgänglich, um die nächsten Kämpfe zu bestehen.

Apropos, mit bis zu sechs Recken müsst ihr jeweils in rundenbasierter Manier gegen feindliche Soldaten, angriffslustige Tiere, fleischfressende Pflanzen und untote Wesen antreten. Dabei müsst ihr mehr oder weniger strategisch vorgehen, dürft diverse taktische Formationen nutzen und solltet dabei eure Lebenspunkte nicht zu sehr aus den Augen lassen. Da euch meist das Geld fehlt, um eure Truppe bestmöglich auszurüsten (zumal ihr nicht immer die Wahl habt, mit wem ihr antreten wollt), können selbst trivial erscheinende Auseinandersetzungen nämlich überraschend knapp ausfallen, wenn nicht rechtzeitig geheilt wird, was jedoch jedem Kampf einen gewissen Nervenkitzel verleiht.

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Game Info

  • Genre: Rollenspiel
  • Entwickler: Konami
  • Publisher: Konami
  • Spieler offline: 1

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