
Call of Duty 3
Call of Duty 3 Test / Review
Einmal mehr basiert auch das dritte Call of Duty auf dem zweiten Weltkrieg. Diesmal schlagt ihr euch an der Seite der Franzosen im Jahr 1944 ausschliesslich durch das von den Deutschen besetzte Land der Croissants und Baguettes.
Für die Entwicklung der PS2-Version zeigen sich die Programmiere von Treyarch verantwortlich, welche mit "Call of Duty 2: Big Red One" schon den letzten Ableger gelungen auf Sonys (noch) aktuelle Hardware portierten. In den 14 Kapiteln der Einzelspielerkampagne geht es sodann an der Seite verschiedener Kriegsparteien der Alliierten mächtig zur Sache.
Einmal mehr sorgt gerade die bombastische Atmosphäre für packende Spielstunden. An der Seite von gleich dutzenden CPU-gesteuerten Kollegen rennt ihr über das Schlachtfeld und versucht in dem teilweise fast schon chaotischen Treiben möglichst viele Nazis vor den Schöpfer treten zu lassen. Dabei entpuppt sich die geschickte Deckungssuche schnell als wichtigste Überlebensstrategie. Denn trotz der klaren Ausrichtung des Gameplays auf knallharte Baller-Action und dem Verzicht auf ein aufwendiges, komplexes Kommandosystem ist Call of Duty 3 alles andere als ein einfacher Run-and-Gun Egoshooter. Geschicktes Vorgehen und die Beobachtung der Feind- wie Freundbewegung ist auf dem virtuellen Schlachtfeld lebenswichtig. Nur wer feindliche Stellung geschickt flankiert oder vorrückende Panzer als bewegliche Deckung nutzt, kommt heil durch die Missionen.
Die Angriffsziele sind fix vorgegeben und werden stets durch einen Stern auf dem Radar in der unteren Bildschirmecke verdeutlicht. Trotz einem sehr linearen Spielaufbau, der dem Spieler im Grunde kaum Entscheidungsfreiheiten bietet, sorgt nicht zuletzt das ungeheure "Mittendrin" Gefühl für ein ungeheuer intensives Spielgefühl. Wenn ihr zusammen mit einem Dutzend Alliierter einen vom Feind belagerten Hügel stürmt und euch von allen Seiten Kugeln um die Ohren donnern, fühlt man sich schnell als kleines Rad einer ganzen Kriegsmaschinerie. So vergehen die rund 8 bis 10 Spielstunden bis zum Abspann fast wie im Flug.
Aufgelockert wird das Schlachtfeldgetümmel immer wieder durch kleinere Geschicklichkeitsaktionen und ähnlichem: So gilt es beispielsweise in sporadisch auftretenden Nahkampfsituationen euch mittels hektischem Triggern der Schultertasten zu befreien oder durch Kreisbewegungen des Analog-Sticks möglichst schnell an Land zu rudern. Ebenfalls mehr Geschick als beim Vorgänger wird von euch zum Platzieren von Bomben verlangt: Erst wenn ihr die eingeblendete Tastenkombination korrekt eingegeben habt, ist der Sprengsatz scharf. Mehrfach dürft ihr auch euer Fernglas benutzen um Panzern oder der Luftunterstützung Ziele zu markieren. Diese Neuerung machen insgesamt zwar nur einen kleinen Teil des eigentlichen Spiels aus, sorgen aber für einen gern gesehenen Schuss Abwechslung im ansonsten ballerlastigen CoD-Alltag.
Game Info
- Genre: Egoshooter
- Entwickler: Treyarch
- Publisher: Activision
- Spieler offline: 1
- Spieler online: 16
- Releasedatum: 22.11.2006 (erschienen)



