
XIII
XIII Test / Review
Neue Ansätze im Genre der Egoshooter: XIII ist das erste Spiel seiner Gattung, das voll auf Cel-Shading setzt.
Der anfangs namen- und gedächtnislose Held hat es alles andere als leicht. Nicht nur, dass er unter einer schweren Amnesie leidet, auch scheinen ihm sowohl FBI wie auch skrupellose Mörder dicht auf den Fersen zu sein. Zu diesen schon unglücklichen Umständen kommt ausserdem erschwerend hinzu, dass er scheinbar der Mörder des Präsidenten sein soll. Aber wie soll man seine Unschuld beweisen, wenn man mangels Erinnerung selbst nicht mehr weiss, was tatsächlich geschehen ist? Einziger Anhaltspunkt für seine Identität ist der Schlüssel eines Bankschliessfaches sowie die tätowierte römische Zahl 13 (XIII) auf der Schulter des vermeintlichen Präsidentenmörders. So macht ihr euch auf, die Vergangenheit eures Schützlings in 30 Missionen ans Licht zu bringen und dessen Unschuld zu beweisen.
Nicht nur dank der Cel-Shading Grafik wurde das Flair der französischen Comic-Vorlage perfekt auf die Konsole portiert. Wichtige Ereignisse und Gegebenheiten wie beispielsweise ein Gegner, der im nächsten Moment um die Ecke kommt, ein Gegenstand der im Nebenraum liegt oder ein spektakulärer Headshot werden durch die Einblendung eines kleinen, dreiteiligen Comic-Stripes an der oberen Kante des Bildschirms verdeutlicht. Die Schritte nahender Kontrahenten werden zusätzlich mittels kleine “Tab“-Schriftzüge kenntlich gemacht. Dank dieses sechsten Sinnes könnt ihr Gegner gar durch Wände hindurch aufspüren. Abgerundet wird der Eindruck des spielbaren Comics durch die typischen “BOOM“, “BANG“ und “ARGH“ Lautmalereien während des Gefechts.

Für die Aufdeckung eurer schleierhaften Vergangenheit sorgen indessen so genannte Flashbacks: In diesen interaktiven, schimmernden Schwarzweiss-Sequenzen setzt ihr Stück für Stück eure Erinnerungen aktiv wieder zusammen.
All diese Kleinigkeiten geben dem Titel seinen ganz eigenen, unverkennbaren Charme. Erwähnenswert ist zudem, dass sich diese zahlreichen Effekte niemals behindernd oder störend auf das eigentliche Spiel auswirken. XIII wirkt vom ersten Menü bis zur letzten Filmsequenzen unglaublich stark und als ein wahres Kunstwerk auf den Spieler. Die verantwortlichen Designer und Grafiker zeigen in beeindruckender Art ihr Können.
Ein weiterer Punkt, der XIII deutlich von anderen Titeln des Genres abhebt, ist die spielerische Freiheit. So könnt ihr zwar mit der einfachen Rambo-Taktik durch das Spiel rennen, oft fährt ihr aber mit behutsamem Vorgehen weit besser. Dank cleverem Leveldesign entdecken so findige Spieler immer wieder die Möglichkeit zu kleinen Stealth-Einlagen à la Metal Gear Solid. Ausserdem ist es in einigen Missionen gar eure Pflicht unentdeckt zu agieren. Dazu müsst ihr beispielsweise auch lautlos niedergeschlagene Gegner in dunklen Levelecken verstecken, um eine Entdeckung derselben durch feindliche Patrouillen zu verhindern.
Game Info
- Genre: Egoshooter
- Entwickler: Ubisoft
- Publisher: Ubisoft
- Spieler offline: 2
- Spieler online: 4



